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3G

Mitarbeiter: Lisa Phifer

3G bezieht sich auf die dritte Generation der Mobilfunk-Technologie. Wie der Name bereits verdeutlicht, folgt die dritte Mobilfunk-Generation auf zwei frühere Versionen.

Die erste Generation (1G) begann in den frühen achtziger Jahren mit der kommerziellen Einführung der AMPS-Mobilfunknetze (Advanced Mobile Phone Service). Frühe AMPS-Netze verwendeten den FDMA-Standard (Frequency Division Multiplexing Access), um Sprache analog über Kanäle des 800-Mhz-Frequenzbands zu übertragen.

Die zweite Generation (2G) kam auf, als Mobilfunkanbieter in den neunziger Jahren zwei konkurrierende Standards für die digitale Sprachübertragung einführten. In Nordamerika übernahmen einige Betreiber den Standard IS-95, der Code Division Multiple Access (CDMA) einsetzte, um per Multiplex bis zu 64 Gespräche pro Kanal im 800-Mhz-Frequenzband zu übertragen. Weltweit verwendeten viele Anbieter dagegen den GSM-Standard (Global System for Mobile Communication), der Time Division Multiple Access (TDMA) einsetzt, um per Multiplex bis zu 8 Gespräche pro Kanal in den Frequenzbändern 900 und 1800 MHz zu übertragen.

Die International Telecommunications Union (ITU) hat die dritte Generation (3G) des Mobilfunk-Standards IMT-2000 definiert, um die Verbreitung und Bandbreite von 3G zu erhöhen und eine breitere Vielfalt von Anwendungen zu unterstützen. GSM kann beispielsweise nicht nur Sprache übertragen, sondern auch leitungsvermittelte Daten mit Geschwindigkeiten von bis zu 14,4 Kbps. Um jedoch multimediale mobile Anwendungen zu unterstützen, muss 3G auch paketvermittelte Daten mit einer besseren spektralen Effizienz transportieren ‑ und dies mit einer weitaus höheren Geschwindigkeit.

Um jedoch den Schritt von 2G zu 3G zu machen, mussten die Mobilfunk-Betreiber einerseits evolutionäre Verbesserungen an ihren existierenden Netzen vornehmen, während sie gleichzeitig ihre revolutionären neuen Breitband.Mobilfunknetze planten. Dies führte zur Schaffung zweier unterschiedlicher 3G Familien: 3GPP und 3GPP2.

Das 3rd Generation Partnership Project (3GPP) wurde 1998 ins Leben gerufen, um die Verbreitung von 3G Netzen voranzutreiben, die von GSM abstammten. Die 3GPP-Technologien entwickelten sich folgendermaßen:

  • General Packet Radio Service (GPRS) bot Geschwindigkeiten von bis zu 114 Kbps.
  • Enhanced Data Rates for Global Evolution (EDGE) erreicht bis zu 384 Kbps.
  • UMTS Wideband CDMA (WCDMA) ermöglichte Downlink-Geschwindigkeiten von bis zu 1,92 Mbps.
  • High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) steigert den Downlink auf 14 Mbps.
  • LTE Evolved UMTS Terrestrial Radio Access (E-UTRA) erzielt bis zu 100 Mbps.

Die Entwicklung von GPRS begann in Jahr 2000, gefolgt von EDGE im Jahr 2003. Obwohl diese Technologien im IMT-2000-Standard definiert sind, werden sie manchmal auch als 2.5G bezeichnet, da sie keine Multi-Megabit-Datenraten bieten. EDGE wurde mittlerweile von HSDPA (und seinem Uplink-Gegenstück HSUPA) übertroffen. Laut dem 3GPP-Projekt gab es Ende 2007 insgesamt 166 HSDPA-Netze in 75 Ländern.

Eine zweite Organisation, das 3rd Generation Partnership Project 2 (3GPP2), wurde gegründet, um nordamerikanische und asiatische Betreiber bei der Umstellung von CDMA2000 auf 3G zu unterstützen. Die 3GPP2-Technologien entwickelten sich wie folgt:

  • One Times Radio Transmission Technology (1xRTT) bot Geschwindigkeiten von bis zu 144 Kbps.
  • Evolution Data Optimized (EV-DO) erhöhte die Downlink-Geschwindigkeiten auf bis zu 2,4 Mbps.
  • EV-DO Rev. A erhöhte die Spitzengeschwindigkeit im Downlink auf bis zu 3,1 Mbps und reduzierte die Latenz.
  • EV-DO Rev. B kann 2 bis 15 Kanäle verwenden, von denen jeder einzelne im Downlink Spitzengeschwindigkeiten von 4,9 Mbps erreichen kann.
  • Ultra Mobile Broadband (UMB) wurde dafür ausgelegt, bis zu 288 Mbps im Downlink zu erreichen.

1xRTT ist seit 2002 verfügbar, gefolgt vom kommerziellen EV-DO Rev. 0 im Jahr 2004. Auch 1xRTT wird als 2.5G bezeichnet, da es nur als Zwischenschritt auf dem Weg zu EV-DO diente. Die EV-DO Standards wurden zweimal erweitert. Revision A wurde im Jahr 2006 entwickelt und später von Produkten übertroffen, die Revision B einsetzen, um die Datenübertragungsraten durch die Nutzung mehrerer Kanäle zu erhöhen.

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Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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