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Definition

Binärdatei

Eine Binärdatei ist eine spezielle Datei, die durch ein Programm oder einen Prozessor interpretiert werden kann. Dabei müssen sowohl das Programm als auch der Prozessor das Format der Binärdatei kennen und unterstützen. Jedes Programm, das bestimmte Informationen aus der Binärdatei benötigt, muss also genau wissen, wo diese zu finden sind. Die Daten innerhalb der Datei müssen deswegen genau nach einem vorher festgelegten Schema aufgebaut sein, damit sie verarbeitet werden können.

Binärdateien werden häufig auch als ausführbare Dateien bezeichnet. Sie erhalten deswegen meist Dateiendungen wie „.exe“ für „executable“ oder „.bin“ für binär. Viele englisch sprechende Programmierer nennen eine ausführbare Datei gerne auch eine „Binary“ und fordern andere Programmierer zum Beispiel auf, ihnen „die Binaries zu senden“. Binärdateien enthalten in der Regel Daten, die direkt durch ein anderes Programm genutzt werden können. Ein Zwischenergebnis beim Kompilieren von Code zu einer Binärdatei ist der so genannte Objektcode.

Auch beim Übertragen von Dateien von einem Ort zu einem anderen können Daten als Binärdateien gesendet werden. Hier versuchen die Programme, die sie übertragen, allerdings normalerweise nicht, in sie hinein zu schauen oder sie anderweitig zu verändern. Sie reichen sie einfach wie jede andere aus Nullen und Einsen bestehende Datei weiter. Ihre Bedeutung beziehungsweise ihr Zweck sind den daran beteiligten Netzwerkgeräten also nicht bekannt.

 

Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2018 aktualisiert

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