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Definition

Bootsektor

Mitarbeiter: Matthew Haughn

Ein Bootsektor ist ein speziell zugewiesener Bereich auf einem Speicherlaufwerk, der alle Dateien für das Starten des Betriebssystems und anderer bootfähiger Programme beinhaltet. Bootfähige Programme können zum Beispiel Antivirus-Programme, Dienstprogramme zur Laufwerkspartitionierung oder für Backup und Wiederherstellung sowie Diagnoseprogramme sein.

Wird ein Computer hochgefahren, startet zunächst das BIOS (Basic Input/Output System), das Extensible Firmware Interface (EFI) oder Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) den Bootloader des zugewiesenen Geräts oder des ersten Geräts einer festgelegten Boot-Sequenz. Dabei wird häufig zuerst der Bootloader in den schnelleren Arbeitsspeicher (RAM) kopiert.

Bei PC-Plattformen oder Speichergeräten, die weder partitioniert noch in mehrere logische Laufwerke aufgeteilt sind, gibt es in der Regel nur eine einzige Art Bootsektor: den Master Boot Record (MBR). Dabei handelt es sich um den ersten Sektor auf dem Laufwerk. Auf partitionierten Systemen enthält der erste Sektor jeder Partition den sogenannten Volume Boot Record (VBR).

Neuere Systeme wie EFI und UEFI können ressourcensparende Betriebssysteme auch ohne Bootsektor ausführen und Benutzeroberflächen starten. Normale Betriebssysteme jedoch bleiben auch bei diesen moderneren Varianten bei der traditionellen Start-Methode.

Da Bootsektoren in der Lage sind, Code automatisch auszuführen, werden sie gerne von Angreifern ins Fadenkreuz genommene. Hacker und Bootsektor-Viren versuchen, bösartigen Code zu injizieren, der noch vor der Ausführung der Sicherheitsmechanismen ausgeführt werden soll.

Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2019 aktualisiert

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