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C-Level-Positionen (CxO)

Mitarbeiter: Mary K. Pratt

C-Level-Positionen, manchmal auch C-Suite oder CxO, sind die oberste Management-Ebene eines Unternehmens. Der Buchstabe C steht in diesem Zusammenhang für Chief. Manager, die eine C-Level-Position innehaben, gelten als die einflussreichsten Angestellten eines Unternehmens. Sie definieren die Unternehmensstrategie, treffen weitreichende Entscheidungen und sorgen dafür, dass das Tagesgeschäft mit den übergeordneten strategischen Zielen des Unternehmens im Einklang steht.

Im Vergleich zu den Qualifikationen, die für andere Management-Positionen erforderlich sind, müssen die C-Level-Führungskräfte weniger Fachkenntnisse aufweisen. Stattdessen müssen sie vor allem über Führungsqualitäten, Geschäftskompetenz sowie Team-Management-Fähigkeiten verfügen.

C-Suite-Führungskräfte entwickeln und kommunizieren die Geschäftsstrategien. Sie stellen die erforderlichen Mitarbeiter ein, damit das Tagesgeschäft mit den vorgegebenen Plänen und Richtlinien im Einklang ist. C-Level Führungskräfte sind auf der Top-Management-Ebene angesiedelt, deshalb sind sie in der Regel auch nicht im Tagesgeschehen involviert. Allerdings können die C-Level-Führungskräfte bei kleinen und mittleren Unternehmen oder bei einem Start-up solche untergeordneten Management-Aufgaben mit übernehmen.

Verantwortungsbereiche der C-Manager

Die Anzahl der C-Positionen, deren Bezeichnung und deren Anforderungsprofile variieren von Unternehmen zu Unternehmen. Diese Unterschiede spiegeln sich in den jeweiligen Unternehmensgrößen wider. Größere Unternehmen haben meistens mehr C-Positionen, um die entsprechend größere Arbeitsbelastung besser aufzuteilen.

Weitere Unterschiede ergeben sich durch die jeweiligen Zielsetzungen der Fachbereiche sowie durch gewachsene Strukturen und Abläufe. Zum Beispiel benötigt ein Unternehmen im Gesundheitswesen einen C-Level Chefarzt. Bei einem Unternehmen aber, das sich auf die Entwicklung von High-Tech-Produkten spezialisiert hat, ist ein C-Level-Innovations-Manager gerechtfertigt.

Es ist auch zu beachten, dass die Positionsbeschreibungen innerhalb des C-Levels fortlaufend an die sich ändernden Bedürfnisse angepasst werden. Einige dieser Positionen haben sich über Jahre hinweg zusammen mit den Business-Anforderungen weiterentwickelt und sind allgemein anerkannt. Zum Beispiel hat sich der Aufgabenbereich des Chief Information Officers (CIO) in den vergangenen Jahrzehnten sehr gewandelt. Ursprünglich ging es um die Automatisierung von Geschäftsprozessen, um mehr Effizienz und Kosteneinsparungen. Je mehr die Unternehmen aber die verfügbaren Technologien für neue Geschäftsmodelle nutzten, umso mehr mussten die CIOs ihr Augenmerk auf die digitale Transformation und auf neue digitale Serviceangebote ausrichten.

Beispiele für normale C-Level-Positionen

Chief Executive Officer (CEO)Der CEO ist verantwortlich für den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens. Er managt und kontrolliert alle Operationen auf hohem Niveau. Der CEO entwickelt und implementiert Geschäftspläne und -richtlinien, um die Unternehmensstrategie erfolgreich umzusetzen. Der CEO ist weisungsbefugt gegenüber den anderen C-Führungskräften. Er kann diese nach eigenem Ermessen einstellen und entlassen.

Chief Operating Officer (COO)Der COO ist in der Regel Stellvertreter des CEOs. Er kann auch zusammen mit dem CEO einen Sitz im Verwaltungsrat haben (Board of Directors). Der COO beaufsichtigt im Auftrag des CEOs das Alltagsgeschäft des Unternehmens. Er entwickelt Strategien und Richtlinien, um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten. Dem COO ist häufig auch die Personalabteilung unterstellt.

Chief Financial Officer (CFO)Wie der Titel andeutet, ist der CFO für alle finanziellen Angelegenheiten eines Unternehmens verantwortlich. Er erstellt das Jahresbudget, managt den Cash-Flow und er stellt sicher, dass im Finanz-Reporting alle Compliance-Auflagen erfüllt werden.

Chief Marketing Officer (CMO): Der CMO ist für die Marketingstrategie des Unternehmens verantwortlich. Dazu gehören unter anderen Werbung, Brand-Management und Marktforschung. Neuerdings können auch noch zusätzliche Aufgaben in seinen Verantwortungsbereich fallen, die sich durch die Anwendungen von modernen Technologien ergeben. Beispiele hierfür sind der Einsatz von Business Intelligence (BI) und die Nutzung von Mobile-Technologien, wie Smartphones und Tablets. Einige CMOs haben ihren Verantwortungsbereich auch damit erweitert, in dem sie sich als „Stimme der Kunden“ im Unternehmen positionieren.

Chief Information Officer (CIO) und Chief Technology Officer (CTO): Früher waren diese Titel fast austauschbar. Sie gingen an die Personen, die für den Betrieb und für die Organisation der IT-Systeme verantwortlich waren. Heute werden damit jedoch unterschiedliche Funktionsbereiche angesprochen. Der CTO ist für diejenigen Systeme verantwortlich, die für den Betrieb des Unternehmens erforderlich sind sowie für die Technologien, die zum Business gehören. Der CIO ist dagegen in der Regel verantwortlich für Forschung und Entwicklung sowie für die Umsetzung von neuen Technologien in Produkte und Services. Er stellt sicher, dass alle IT-Projekte mit den Zielen des Unternehmens übereinstimmen.

Chief Human Resources Officer (CHRO): Der CHRO ist zuständig für die Personalverwaltung. Seine wichtigste Aufgabe ist es, eine Strategie zu entwickeln, mit der die Talente eines Unternehmens gefördert werden können. Dazu gehören auch Personalrekrutierung und die Mitarbeiterkarriereplanung.

Chief Compliance Officer (CCO): Der CCO ist verantwortlich für die Kontrolle und Überwachung aller Compliance-relevanten Geschäftsprozesse. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, zu gewährleisten, dass das Unternehmen alle gesetzlichen und sonstigen regulatorischen Auflagen erfüllt und die Mitarbeiter die entsprechenden internen Richtlinien und Verfahren einhalten.

Chief Security Officer (CSO) oder Chief Information Security Officer (CISO)Der CSO oder auch CISO ist mit der Daten- und Systemsicherheit beauftragt. Im Allgemeinen ist der CSO sowohl für die physische als auch für die IT-Sicherheit eines Unternehmens verantwortlich, wogegen der CISO nur für die IT-Sicherheit zuständig ist.

Chief Data Officer (CDO) oder Chief Digital Officer (CDO): Der Chief Data Officer ist verantwortlich für eine ordnungsgemäße Speicherung und Verwaltung der Datenbestände. Der Chief Digital Officer kann zusätzlich auch noch für die Aggregation und Digitalisierung von Daten verantwortlich sein, um zum Beispiel nachzuweisen, dass das Unternehmen bestimmte Compliance-Anforderungen erfüllt.

Weitere Beispiele für C-Level Positionen

Einige C-Level-Positionen sind recht ungewöhnlich. Sie tauchen nur für kurze Zeit auf, beschränken sich auf bestimmte Branchen oder es gibt sie nur in sehr wenigen Unternehmen. Meistens verschwinden sie wieder, sobald deren Aufgaben in andere Positionen eingegliedert wurden.

Beispiele hierfür sind:

Chief Analytics Officer (CAO): Der CAO ist verantwortlich für das Analytics-Management im Unternehmen.

Chief Experience Officer (CXO): Der CXO sorgt für eine positive User Experience der Kunden.

Chief Green Officer (CGO): Der CGO ist für alles verantwortlich, was ein Unternehmen umweltfreundlicher macht. Dazu gehören unter anderen energieeffiziente Baumaßnahmen, Vermeidung von Elektroschrott, jede Art von Abfallvermeidung, Recycling, LEED-Compliance, einhalten von Umweltstandards und eine umweltgerechte Fertigung.

Chief IT Architekt (CITA): Der CITA ist verantwortlich für die Lösung von IT-Integrationsproblemen sowie der Anpassung von IT-Frameworks an die Geschäftsabläufe der jeweiligen Fachbereiche. Der CITA koordiniert und überwacht häufig auch die Arbeiten anderer Technologie-Architekten, wie dem Chief Security Architect, dem Chief Data Architect, dem Chief Mobile Architect oder dem Chief Cloud Architect.

Chief Knowledge Officer (CKO): Der CKO ist für das im Unternehmen vorhandene Wissen verantwortlich. Das umfasst sowohl alle Dokumente, aber auch Mitarbeiter oder andere Wissensquellen. Er muss Wissen akquirieren, organisieren, analysieren und er muss die verteilte Nutzung regeln.

Chief Learning Officer (CLO): Der CLO stellt sicher, dass sich das Corporate-Learning-Programm des Unternehmens in Übereinstimmung mit den Geschäftszielen befindet.

Chief Medical Information Officer (CMIO): Der CMIO dient bei Unternehmen des Gesundheitswesens als Bindeglied zwischen den medizinischen und den IT-Fachabteilungen.

Chief Privacy Officer (CPO): Der CPO ist mit der Erstellung und Einführung von Richtlinien beauftragt, mit denen die Mitarbeiter- und Kundendaten vor unbefugtem Zugriff geschützt werden sollen.

Chief Process and Innovations Officer (CPIO): Der CPIO hat Geschäftsprozesse eines Unternehmens aufzuspüren, die optimiert werden können. Er spricht dazu Empfehlungen aus mit denen diese Prozesse verbessert werden können.

Chief Procurement Officer (CPO): Der CPO ist verantwortlich für die strategischen Beschaffungsvorgaben aller Waren und Dienstleistungen.

Chief Reputation Officer (CRO): Der CRO überwacht alle Unternehmensaktivitäten, die möglicherweise Auswirkungen auf die Unternehmensreputation haben können.

Chief Risk Officer (CRO): Der CRO hat den Auftrag, signifikante Wettbewerbs-, Regulierungs- und Technologierisiken, die die Wirtschaftskraft des Unternehmens bedrohen, zu bewerten und weitestgehend abzumildern.

Chief Social Science (CSS): Der CSS hat Strategien zu entwickeln, die für ein gutes Arbeitsumfeld bei den Mitarbeitern sorgen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens sicherstellen.

Chief Strategy Officer (CSO): Der CSO unterstützt die Formulierung der Zukunftspläne des Unternehmens. Er kommuniziert diese weiter und arbeitet an deren Umsetzung mit.

Chief Trust Officer (CTO): Der CTO ist verantwortlich für die Schaffung von Vertrauen in die Nutzung der Kundendaten.

Entlohnung der C-Level-Positionen

C-Level-Führungskräfte erhalten im Allgemeinen die höchste Vergütung innerhalb eines Unternehmens. Die Entlohnung schwankt je nach Unternehmensgröße, Umsatz, Marktanteile und weiteren Faktoren.

Die Jahresgehälter können von 100.000 Euro bis hinauf zu mehreren Millionen Euro reichen. Auch Aktienoptionen oder Sondervergünstigungen können enthalten sein. Hierzu gehören beispielsweise Umsatzprämien oder günstige Kredite, die häufig nur teilweise oder gar nicht zurückgezahlt werden müssen. Auch die private Nutzung des Firmenjets ist oftmals enthalten.

Diese Definition wurde zuletzt im April 2018 aktualisiert

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