Definitionen durchsuchen :
Definition

CoreOS

CoreOS Linux ist ein Open-Source-Betriebssystem, das die erforderliche Funktionalität bietet, um Anwendungen innerhalb von Containern bereitzustellen und zu verwalten. Auf Basis des Linux-Kernels ist CoreOS bestens für Server-Computing und Clustering geeignet – eine Methode, die mehrere Computer so miteinander verbindet, dass sie wie ein einzelnes System funktionieren.

Clustering ermöglicht es einer Gruppe physischer Server, innerhalb des Rechenzentrums als Einheit zu arbeiten. CoreOS stellt zur Lastverteilung zusätzliche Container in anderen Knoten des Clusters bereit, um Leistungsverbesserungen und Ausfallsicherheit zu erhöhen. CoreOS ist ein besonders leichtgewichtiges Betriebssystem und benötigt damit nur sehr wenig Ressourcen, um seine Aufgaben durchzuführen.

CoreOS spielt bei der Entwicklung und Bereitstellung von Cloud-Software eine wichtige Rolle. Softwareentwickler oder Administratoren können das Betriebssystem lokal von magnetischen oder Festkörperlaufwerken aus nutzen oder es mit Hilfe einer vor dem Booten geladenen Ausführungsumgebung (Pre-Boot Execution Environment, PXE) aus dem Netzwerk laden. IT-Abteilungen können das Betriebssystem auch in der Instanz einer Public Cloud wie Amazon EC2, Microsoft Azure oder Google Compute Engine oder auch auf Plattformen wie OpenStack betreiben.

CoreOS funktioniert mit x86- und x64-Prozessoren und nutzt den Daemon etcd, der auf sämtlichen Servern im Cluster installiert wird, um eine gemeinsame Registrierung aller Knoten des Clusters für die gemeinsame Nutzung von Konfigurationsdaten zur Verfügung zu stellen. Der Daemon bietet auch die Möglichkeit der Service Discovery, die Administratoren Einblick in die Anwendungslandschaft gewährt.

CoreOS nutzt auch “Flotten“-Services, um die Initialisierung von Knoten im Cluster und das etcd-Deployment zu steuern. Flottendienste können einzelne oder mehrere Container im Cluster betreiben und Aufgaben wie die Erstellung von Abhängigkeiten zwischen Containern oder Gruppen, die Migration von Containern zu bestimmten Knoten im Cluster und Failover-Funktionalität für Container zur Verfügung stellen. CoreOS nutzt systemd, einen weiteren wichtigen Daemon im Paket von CoreOS, um Prozesse zu initialisieren und zu verwalten.

Weil Unternehmen CoreOS vorwiegend im Zusammenspiel mit Containern nutzen, unterstützt das Betriebssystem die Abstraktionsebene Docker. CoreOS unterstützt mit Rocket auch eine Virtualisierung-Engine für Container, die mit Docker im Wettbewerb steht. Die kommerzielle Enterprise-Version von CoreOS, genannt Tectonic, nutzt für die Orchestrierung von Containern Google Kubernetes.

Aus Sicherheitsgründen nutzt CoreOS isolierte Instanzen von Benutzerumgebungen auf Basis der Steuerungsgruppen von Linux (auch als cgroups bekannt), statt hierfür Hypervisoren zu nutzen oder vollständige virtuelle Maschinen anzulegen. Dieses Vorgehen bietet für jeden Prozess die Isolation von Namensräumen und die Verwaltung der Ressourcennutzung wie Prozessor, Storage und Laufwerkszugriffe. Auf dieser Basis kann CoreOS voneinander unabhängige und hinlänglich sichere Instanzen erzeugen, die sich den darunterliegenden Linux-Kernel teilen, während sich jeder Container wie eine isolierte Linux-Maschine verhält.

Diese Definition wurde zuletzt im Oktober 2016 aktualisiert

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close