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Definition

Data Gravity (Datengravitation)

Mitarbeiter: Ivy Wigmore

Data Gravity oder Datengravitation ist die Fähigkeit von Daten, Anwendungen, Dienste und andere Daten anzuziehen. Diese „Schwerkraft“ manifestiert sich in diesem Zusammenhang in der Art und Weise, wie Software, Dienste und Geschäftslogik im Verhältnis zu ihrer Masse (der Datenmenge) von Daten angezogen werden und sich infolgedessen physisch näher an den Daten befinden. Je größer die Datenmenge ist, desto mehr Anwendungen, Dienste und andere Daten werden von ihr angezogen und desto schneller werden die Daten mit eben jenen enger verbunden. Das wiederum kann zu einer Art Datenträgheit führen. Das bedeutet, dass sich die Daten aufgrund der zahlreichen Verknüpfungen zu den von ihnen „angezogenen“ Anwendungen, Services oder andere Daten, schwieriger verschieben lassen.

Fortsetzung des Inhalts unten

Der IT-Experte und Blogger Dave McRory prägte den Begriff der Datenschwerkraft als Analogie zu der Art und Weise, wie Objekte mit mehr Masse in Übereinstimmung mit den physikalischen Gesetzen der Schwerkraft diejenigen mit weniger anziehen. In dieser Analogie besitzen auch Anwendungen und Dienste Schwerkraft, aber nicht so viel wie eine große Datenmenge, und natürlich haben kleinere Datenmengen weniger Schwerkraft als größere.

Praktisch gesehen wirkt sich die Bewegung von Daten weiter und häufiger auf die Leistung der Arbeitslast aus, so dass es sinnvoll ist, Daten anzuhäufen und zugehörige Anwendungen und Dienste in der Nähe zu platzieren. Hyperkonvergenzveranschaulicht das Konzept der Datenschwerkraft. In einer hyperkonvergenten Infrastruktur sind Rechen-, Netzwerk- und Virtualisierungsressourcen eng mit der Datenspeicherung in einer handelsüblichen Hardware-Box integriert.

Je mehr Daten in einer bestimmten Quelle oder einem Repository vorhanden sind, desto größer ist auch ihr wahrgenommener Wert. Software und Dienste werden zu den Daten gebracht, um ihren Wert auszunutzen. In ähnlicher Weise gilt: Je größer die Datenmenge, desto mehr andere Daten können mit ihr verbunden sein, was ihren Wert für die Analyse erhöht.

Laut McRory verlagert sich die Schwerkraft der Daten in die Cloud. Da immer mehr interne und externe Geschäftsdaten in die Cloud verlagert oder dort generiert werden, werden auch Datenanalyse-Tools zunehmend Cloud-basiert. 

McRory unterscheidet zwischen natürlich auftretender Datenschwerkraft und ähnlichen Veränderungen, die durch externe Kräfte wie Gesetzgebung, Drosselung und manipulative Preisgestaltung entstehen, was er als künstliche Datenschwerkraft bezeichnet.

Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2020 aktualisiert

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