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Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM)

Mitarbeiter: John Burke, Herschel Salan, David Williams

Bei Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM ) handelt es sich um eine Technologie, die Datensignale aus verschiedenen Quellen zusammenfügt (multiplext), so dass sie sich ein einziges Glasfaserpaar teilen können, Dabei bleibt die vollständige Trennung der Datenströme erhalten. Jedes Signal wird auf einer separaten Lichtwellenlänge übertragen; der Dense-Teil von DWDM bezieht sich auf die Tatsache, dass sich mehr als 80 separate Wellenlängen, jede etwa 0,8 Nanometer (nm) breit, eine einzige Glasfaser teilen können.

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Mit DWDM lassen sich so enorme Datenmengen über eine einzige Netzwerkverbindung ausgetauschen. Da sie auf unterschiedlichen Wellenlängen übertragen werden, stören sich die Ströme, auch Kanäle genannt, nicht gegenseitig. Folglich bleibt die Datenintegrität erhalten, ebenso wie jede sicherheitsrelevante Partitionierung, beispielsweise getrennte Mandanten im selben Rechenzentrum.

Wegen seiner Fähigkeit, so viele Daten zu bewältigen, ist DWDM bei Telekommunikations- und Kabelunternehmen beliebt und ein integraler Bestandteil ihrer Kernnetze. DWDM ist auch für jeden interessant, der dicht besiedelte Rechenzentren betreibt, insbesondere für Hyperscale-Cloud-Service-Provider im Hinblick auf deren IaaS-Infrastrukturen oder Colocation-Provider im Zusammenhang mit deren hochgradig mandantenfähigen Rechenzentrum, zum Beispiel.

So funktioniert DWDM

DWDM-Wellenlängenkanäle werden über eine Anordnung von Infrarot-Laserstrahlen implementiert. In einem System, in dem jeder Kanal 100 GBit/s und 192 Kanäle pro Faserpaar überträgt, entspricht dies einer Kapazität von 19,2 TBit/s pro Paar. Da die Kanäle physisch getrennt sind und sich dank der Eigenschaften des Lichts nicht gegenseitig stören, kann jeder der Kanäle unterschiedliche Datenformate verwenden und mit unterschiedlichen Datenraten übertragen werden.

Bidirektionales DWDM.
Abbildung 1: Bidirektionales DWDM.

Beispielsweise würde IP over DWDM die gemeinsame Nutzung von Datenkanälen mit 100 MBit/s und 10 GBit/s über eine Glasfaser ermöglichen, zusätzlich zur gemeinsamen Nutzung mit einem Datenkanal nach OC-192 Synchronous Optical Network (SONET).

Alternative zu DWDM

Das CWDM-Verfahren (Coarse Wavelength Division Multiplexing) verwendet ebenfalls Laserstrahlen, um Informationen über Glasfaserkabel zu übertragen. Da es weniger hoch entwickelte Elektronik und Photonik verwendet, sind CWDM-Kanäle viel breiter als DWDM-Kanäle. Deshalb unterstützt CWDM weniger Kanaäle als DWDM.

CWDM kann wesentlich kostengünstiger als DWDM sein und ist toleranter gegenüber minderwertigen Fasern, Einzelfasersträngen und Multimode-Glasfasern.

 

Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2020 aktualisiert

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