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Definition

Digitales Marketing

Mitarbeiter: Lauren Horwitz

Digitales Marketing (auch als Online- oder Internet-Marketing) ist ein allgemeiner Begriff für die Bemühungen eines Unternehmens, sich mit (potentiellen) Kunden über elektronische Technologien zu verbinden und ihnen Informationen über die Firma, Produkte oder Dienstleistungen zu liefern. Zu diesen Technologien gehören zum Beispiel E-Mail, Geolocation, Mobile Marketing, Social Media, Online Communities, Webinare und andere Video-basierte Inhalte.

Digitales Marketing hat sich insbesondere mit dem Aufkommen des „Zeitalters des Kunden“ etabliert. Da Kundenpräferenzen zunehmend die Interaktion zwischen Verbrauchern und Unternehmen dominieren, ist digitales Marketing eine komplexe, multidisziplinäre und abteilungsübergreifende Leistung. Heute müssen Unternehmen in der Lage sein, mit ihren Kunden in einer wachsenden Vielfalt von Medien zu interagieren und diese Interaktionen in einem einzigen, umfassenden Überblick sammeln – was als 360-Grad-Kundensicht bezeichnet wird.

Viele Techniken, die zuvor im Offline-Bereiche üblich waren, werden im digitalen Marketing imitiert und dort verwendet. Hinzu kommen allerdings auch neue Werkzeuge, die es in der Offline-Welt nicht gibt. So umfasst digitales Marketing heute sowohl Push- als auch Pull-Techniken. Was die Marketing-Strategien betrifft haben sich grundsätzlich zwei etabliert.

Mit Outbound-Marketing-Strategien können Unternehmen Anzeigen schalten, Kaltaquise betreiben, E-Mails verschicken oder auf andere Weise versuchen, potenzielle Kunden zu erreichen. Um ihre Botschaften zu verteilen, haben die Unternehmen damit begonnen, Werbeelemente direkt eingebettet in den redaktionellen Inhalt zu verwenden.

Bei der zweiten Marketing-Strategie, den Inbound-Marketing-Techniken, nutzen Unternehmen Social Media, digitale Inhalte in E-Books, Webinare oder elektronische Newsletter, um Interessenten zu motivieren, auf entsprechende Links zu klicken und mehr über ein Unternehmen und seine Dienstleistungen zu erfahren.

Während Outbound Marketing ein möglichst breites Publikum erreichen kann, birgt es allerdings auch das Risiko, uninteressierte Verbraucher mit Werbung zu bombardieren. Inbound Marketing ist hingegen so konzipiert, mögliche Interessenten durch eine Segmentierung des Zielpublikums zu erreichen. Allerdings hat Inbound Marketing gleichzeitig den Nachteil, naturgemäß einen viel kleineren Bereich potenzieller Kunden zu erreichen.

Inbound Marketing kann auch ein wichtiges Instrument zur Bindung bestehender Kunden sein, indem eine regelmäßigere Kommunikation mit den Kunden etabliert wird und es Unternehmen ermöglicht, Kunden mit informativen Inhalten sowie Produktplatzierungen zu versorgen. So können zum Beispiel Unternehmen, die Versicherungen verkaufen, Käufer zu vorsichtigerem Verhalten ermutigen oder versuchen, verschiedene Versicherungen zu verkaufen.

Für das digitale Marketing ist Marketing-Automatisierungssoftware immer wichtiger geworden. Mit dieser Software ist es Unternehmen möglich, eine breitere Schicht potenzieller Kunden zu erreichen und das Kundenverhalten mit potenziellen neuen Käufen zu verknüpfen. So können Unternehmen zum Beispiel Marketing-Automatisierung verwenden, um das Besucherverhalten auf ihrer Website zu messen, diese Besucher gezielt ansprechen und neuen Interessenten Produkte und Dienstleistungen verkaufen oder sie gezielt für spätere mögliche Verkäufe pflegen.

Mit Geolokalisierung, Geodaten und dem Mobile Marketing sind weitere neue Formen des digitalen Marketings entstanden. Unternehmen können nun ermitteln, wo und in welchen Shops sich Kunden mit ihren mobilen Geräten aufhalten und entsprechende Aktionen starten oder ihnen Rabatte und Coupons für den Einkauf in dem Laden zusenden, in dem sie sich gerade befinden.

Viele Unternehmen entwickeln mobile Apps, die die Ausführung von Treueprogrammen ermöglichen, das Einkaufen erleichtern und dem Kunden viele attraktive, neue Erfahrungen bieten. Sportarenen, Museen und konventionelle Einzelhandelsgeschäfte entwickeln mobile, digitale Marketing-Kampagnen.

Digitales Marketing ist heute komplex. Dies gilt nicht nur in Bezug auf die verschiedenen neuen Kommunikationskanäle, die entstanden sind, sondern auch in Bezug auf die Analyse, die jetzt erforderlich ist, um Kunden und Interessenten sowie deren Vorlieben besser zu verstehen.

Unternehmen setzen heute eine Vielzahl von Werkzeugen ein, um das Verhalten und die Vorlieben der Kunden, Interessenten und Leads besser zu verstehen. Von Social Media Analytics über Predictive Analytics bis Big Data Analytics verwenden Unternehmen eine Vielzahl von Ressourcen, um die Kundenresonanz im Rahmen von digitalem Marketing besser nachvollziehen zu können.

Diese Definition wurde zuletzt im Februar 2017 aktualisiert

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