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Direct Memory Access (DMA)

Direct Memory Access (DMA) ist eine von einigen Computer-Bus-Architekturen bereitgestellte Funktion, die es ermöglicht, Daten direkt von einem angeschlossenen Gerät (zum Beispiel einem Festplattenlaufwerk) an das Memory auf dem Motherboard des Computers zu senden. Der Mikroprozessor wird von der Beteiligung am Datentransfer befreit, was die gesamten Computerprozesse beschleunigt.

Normalerweise wird ein bestimmter Teil des Memory als ein Bereich bezeichnet, der für den direkten Speicherzugriffverwendet werden soll. Im ISA-Bus-Standard können bis zu 16 Megabyte Memory für DMA angesprochen werden. Die Standards EISA und Micro Channel Architecture ermöglichen den Zugriff auf den gesamten Bereich der Memory-Adressen (vorausgesetzt, sie sind mit 32 Bit adressierbar). Peripheral Component Interconnect (PCI) realisiert DMA unter Verwendung eines Bus-Masters (wobei der Mikroprozessor die I/O-Steuerung an den PCI-Controller „delegiert“).

Eine Alternative zu DMA ist die Programmed Input/Output (PIO)-Schnittstelle, bei der alle zwischen den Geräten übertragenen Daten durch den Prozessor laufen. Ein neueres Protokoll für die ATA/IDE-Schnittstelle ist Ultra DMA, das eine Burst-Datenübertragungsrate von bis zu 33 MB (Megabyte) pro Sekunde bietet. Festplatten, die mit Ultra DMA/33 ausgestattet sind, unterstützen auch die PIO-Modi 1, 3 und 4 sowie den Multiword-DMA-Modus 2 (bei 16,6 Megabyte pro Sekunde).

Diese Definition wurde zuletzt im November 2019 aktualisiert

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