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Definition

Druckserver (Print Server)

Mitarbeiter: Malte Jeschke

In Unternehmen fungieren üblicherweise ganz traditionelle physische oder auch virtuelle Server als Druckserver, gerne auch als Druckerserver oder Print Server bezeichnet. Diese Funktionalität lässt sich beispielsweise auf Basis der gängigen Windows Server realisieren (siehe auch Hochverfügbarkeit für Druckserver mit Windows Server 2016 einrichten). Druckserver sind eine wichtige Säule der IT-Infrastruktur, ermöglichen sie den Anwendern doch reibungslose Abläufe.

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Es sind auch externe Geräte als dezidierte Druckserver erhältlich. Mit Hilfe von Druckservern lassen sich auch von Haus aus nicht netzwerkfähige Ausgabegeräte (Drucker, Multifunktionsgeräte, Plotter) in ein Netzwerk integrieren und mehreren Anwendern zugänglich machen. Aber auch serienmäßig netzwerkfähige Geräte werden in Unternehmen über Druckserver gesteuert. Print Server erlauben Administratoren eine bessere zentrale Verwaltung von Druckern und Druckaufträgen. Netzwerkfähige Drucker oder Multifunktionsgeräte verfügen serienmäßig über interne Druckserver, die für Arbeitsgruppen in kleinen Unternehmen durchaus ausreichend Kapazität und Funktionalität bieten können. In diesen Fällen wird dann meist kein gesonderter Druckserver eingerichtet. Integrierte Druckserver oder externe Geräte lassen sich in der Regel über eine webbasierte Oberfläche administrieren. Im Heimbereich bieten die dort häufig eingesetzten Router eine Druckserverfunktion.

Wenn ein Anwender im Unternehmen ein Druckauftrag absendet, landet der zunächst auf einem Druckserver in einer Warteschlange für Druckaufträge und wird von dort an einen Drucker oder ein Multifunktionsgerät ausgegeben. Üblicherweise werden die Druckaufträge in der Warteschlange dann sequentiell abgearbeitet. Für den Anwender ist mit dem Absenden des Druckauftrages die eigene Warteschlange auf dem lokalen System wieder frei und ohne Aufträge.

Häufig wird einem Anwender beziehungsweise eine Anwendergruppe ein Drucker fest zugeordnet, üblicherweise der räumlich nächstliegende. Es lässt sich in modernen Umgebungen bei entsprechender Ausrüstung aber auch so einrichten, dass Mitarbeiter ihre Druckaufträge mitnehmen können. Will heißen, sie schicken den Druckauftrag an ihrem Rechner ab, und rufen den Druckauftrag dann an einem Ausgabegerät ihrer Wahl ab, etwa an einem Drucker im Konferenzraum.

Wenn es zu einem Ausfall kommt, können Administratoren über den Druckserver auch einfach Druckaufträge umleiten. Anwender können dann trotzdem drucken, obwohl der nächstgelegene Drucker defekt ist und müssen an ihrer lokalen Konfiguration nichts ändern. Über Druckserver haben Administratoren zudem das gesamte Druckaufkommen im Blick und können so gegebenenfalls Änderungen bei der Druckerverteilung hinsichtlich der Leistungsfähigkeit vornehmen. So lässt sich die Effizienz beim vorhandenen Gerätefuhrpark optimieren.

Diese Definition wurde zuletzt im September 2020 aktualisiert

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