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Definition

E-Learning

Mitarbeiter: Ben Lutkevich

E-Learning oder Electronic Learning (manchmal auch webbasiertes Training oder elektronisch unterstütztes Lernen genannt) ist überall und jederzeit über das Internet oder ein firmeneigenes Intranet für Lernende verfügbar.

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Im Gegensatz zu traditionellen Lernmethoden ermöglicht E-Learning Studenten, Schülern und Mitarbeitern in der Ausbildung die Teilnahme an einer organisierten Lernerfahrung unabhängig von ihrem physischen Standort.

Welche Bedeutung E-Learning hat

E-Learning-Methoden und -Technologie sind sowohl für die Ausbildung von Studenten und Schülern als auch für die berufliche Entwicklung von Mitarbeitern in der Arbeitswelt wichtig.

Heute ist der Bedarf an Mitarbeitern, mit der immer schnelleren Entwicklung der Technologie Schritt zu halten, sehr groß. Beispielsweise erwarten Experten für Codierung, Hardwareentwickler und Online-Sicherheitsexperten gleichermaßen, dass allein das Aufkommen der Quantencomputer einen massiven Wandel in der Art und Weise bewirken wird, wie moderne Unternehmen arbeiten. Dies erfordert dringend eine neue Schulung und Ausbildung der Arbeitskräfte sowie neue Methoden zu ihrer Durchführung, die eine erhöhte Anpassungsfähigkeit in der sich rasch verändernden Umgebung ermöglichen.

E-Learning-Plattformen bieten heute diese erhöhte Anpassungsfähigkeit für Lernende und Lehrende gleichermaßen. Es wird geschätzt, dass der Markt für Online-Kurse und E-Learning bis 2025 einen Wert von rund 325 Milliarden Dollar haben wird.

Wie E-Learning funktioniert

Der Unterricht kann durch eine Kombination aus statischen Methoden, wie Lernportale, mit Hyperlinks verknüpfte Seiten, Screen-Cam-Tutorials, Audio-/Video-Streaming und Live-Übertragungen im Internet, und interaktiven Methoden, wie Diskussionen, Chats und Desktop-Videokonferenzen, erfolgen.

In den ersten Jahren ermöglichten E-Learning-Tools in erster Linie die Bereitstellung von Lernmaterial direkt vom Lehrer an den Lernenden. Mittlerweile haben sich die E-Learning-Anwendungen dahingehend weiterentwickelt, dass sie eine multidirektionale Kommunikation mit zunehmend interaktiven Tools ermöglicht.

Studenten, Angestellte und selbstständig Lernende haben gleichermaßen größere Freiheit bei der Wahl, wie sie E-Learning-Inhalte empfangen und darauf reagieren, und es können beliebig viele Lernende einbezogen werden.

Es gibt drei Hauptkriterien, die ein Unternehmen befolgen sollte, um ein effektives E-Learning-Programm zu gewährleisten, unabhängig von der spezifischen Plattform, die es letztendlich verwendet:

  • Die Erfahrung sollte Mobile-freundlich sein. Die Nutzung von Mobiltelefonen nimmt im Unternehmen zu. Über Telefone können Aufforderungen zur Schulung, Erinnerungen oder Glückwünsche zu Schulungsergebnissen verschickt werden.
  • Die Erfahrung sollte soziale Funktionen implementieren. Durch die Verwendung von sozialen Medien oder einer Plattform, die die Grundfunktionen von sozialen Medien emuliert, erhalten die Lernenden eine Plattform, um auf Schulungsbemühungen oder allgemeine Unternehmens-Updates zu reagieren und mit ihren Kollegen und Arbeitgebern zu kommunizieren.
  • Es sollte eine Vielzahl verschiedener Medien eingesetzt werden. Damit wird man verschiedenen Lernstilen gerecht, darunter Quiz, Infografiken, Podcasts und Präsentationen.

Arten des E-Learning

Es gibt zwei primäre Modelle des webbasierten Unterrichts: synchron – durch den Ausbilder vermittelt – und asynchron – selbstgesteuert und im eigenen Tempo. Grundsätzlich erfordert synchrones E-Learning, dass alle Teilnehmer, wenn auch virtuell, zur gleichen Zeit anwesend sind, asynchrones E-Learning hingegen nicht.

Beispiele für synchrone E-Learning-Methoden sind der Einsatz von geplanten und zeitlich gesteuerten Online-Tests, virtuelle Klassenzimmer, Webkonferenztechnologie oder interaktive, gemeinsam genutzte Whiteboards, die die Lernenden zur Zusammenarbeit nutzen können. Beispiele für asynchrone E-Learning-Methoden sind die Verwendung von Message Boards, Diskussionsgruppen und Online-Kursen zum Selbststudium.

Vor- und Nachteile des E-Learning

Befürworter sind der Meinung, dass webbasierter Unterricht die perfekte Lösung für die Bedürfnisse lebenslang Lernender ist, da er auf Abruf verfügbar ist, keine Reisen erfordert und kosteneffizient ist. Die Lernenden können während ihres gesamten Lebens weiterhin auf Material zugreifen, wenn sich das Thema, über das sie lernen, weiterentwickelt. Webbasiertes Training und E-Learning ermöglichen eine größere Flexibilität bei der Art und Weise, wie der Lernende Informationen konsumiert, und eine größere Anpassungsfähigkeit an neue verfügbare Informationen.

Abbildung 1: Ein Vergleich von synchronen und asynchronen E-Learning-Systemen
Abbildung 1: Ein Vergleich von synchronen und asynchronen E-Learning-Systemen

Kritiker weisen darauf hin, dass webbasiertes Training eine gute Alternative für unabhängige, selbstmotivierte Lernende ist, aber technische Probleme und die Notwendigkeit des menschlichen Kontakts schränken seine Nützlichkeit für Lernende mit anderen Lernstilen ein. Beispielsweise ist ein Lernender, der eine asynchrone E-Learning-Methode verwendet, eventuell nicht in der Lage, einen E-Learning-Kurs ohne die zusätzliche Struktur einer Frist oder die sofortige Antwort auf Fragen, die eine synchrone E-Learning-Methode oder eine traditionelle Lernmethode bietet, erfolgreich abzuschließen. Ein weiterer Nachteil der Verwendung von E-Learning-Methoden, insbesondere bei kostenlosen und leicht zugänglichen Ressourcen, ist, dass die Qualität und Glaubwürdigkeit des Inhalts oder des Lehrers nicht transparent sein kann.

E-Learning-Plattformen

Es gibt eine Vielzahl von E-Learning-Plattformen, sowohl synchrone als auch asynchrone, die Benutzer in Bildungs-, Geschäfts- oder unabhängigen Umgebungen einsetzen können. Ein allgemein bekannter Grundpfeiler webbasierter Schulungen ist die Verwendung von PowerPoint-Präsentationen. PowerPoint-Präsentationen werden heute für die große Mehrheit der Business-to-Business-Schulungen (B2B) verwendet.

Der Einsatz von Lernmanagementsystemen (LMS) ist nahezu allgegenwärtig. Diese Softwaresuiten ermöglichen digitales Lernen durch die Verwaltung von E-Learning-Kursen, Online-Prüfungen und die Analyse von Leistungsdaten der Studierenden.

Einige Beispiele für diese Plattformen sind:

Auch Lernmanagementsysteme sind in den Unternehmen weit verbreitet. Die besten Unternehmens-LMS sind skalierbar, anpassbar, zielorientiert und benutzerfreundlich.

Einige dieser LMS sind:

Soziale Medien bieten ebenfalls nützliche Möglichkeiten für das E-Learning. Soziale Medien sind zum Teil deshalb zu einem beliebten Lernwerkzeug geworden, da viele Benutzer auf Diensten wie Facebook, Twitter, YouTube und LinkedIn täglich Informationen austauschen.

Diese Plattformen sind geeignet, Gemeinschaften von Lernenden zusammenzubringen und ihnen den Austausch von E-Learning-Inhalten zu ermöglichen. Benutzer von Facebook und LinkedIn können Gruppen bilden, um Informationen und Ideen auszutauschen, und die Mitglieder der Gruppen können frei über das geteilte Material kommunizieren.

Gruppen, die auf LinkedIn erstellt werden, können als glaubwürdiger wahrgenommen werden, da die Benutzer ihre beruflichen Referenzen in ihren Profilen anzeigen. Twitter kann verwendet werden, um Lerngemeinschaften über ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Veranstaltung durch die Verwendung eines Hashtags miteinander zu verbinden. YouTube-Benutzer können auch kostenlos Bildungsinhalte auf YouTube einstellen und darauf zugreifen sowie die Videos kommentieren und bewerten.

LinkedIn verfügt über eine integrierte kostenpflichtige Plattform für E-Learning namens LinkedIn Learning mit über 1.000 Kursen. Die Themen dieser Kurse reichen von Webentwicklung bis hin zu digitalem Marketing. Geschäftsleute können gegen eine monatliche Gebühr diese Kurse nutzen, um ihre Fähigkeiten auf dem neuesten Stand zu halten.

Selbstständig Lernende können auch die Vorteile der Massive Open Online Courses (MOOCs) im Internet nutzen. MOOCs sind Studienkurse, die einer großen Gruppe von Personen über das Internet, in der Regel kostenlos, zur Verfügung gestellt werden. Häufig sind MOOC-Kurse nach dem Vorbild von Spitzenuniversitäten wie Harvard und Yale gestaltet, was für Lernende, die kostenlos eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu einem bestimmten Thema wünschen, hervorragend geeignet ist.

Benutzer können sich auf der Website des MOOC einloggen und sich für einen bestimmten Kurs anmelden. Bestimmte MOOCs können einem Studenten, der ein bestimmtes Zertifikat für den Abschluss seiner Kursarbeit erwerben möchte, Gebühren berechnen. Einige beliebte MOOC-Plattformen sind:

Andere Plattformen, wie Udemy und Skillshare, ähneln MOOC, da sie ebenfalls online verfügbar sind. Sie unterscheiden sich jedoch darin, dass sie dem Benutzer Gebühren in Rechnung stellen und sich mehr auf die praktische Auseinandersetzung mit dem Material konzentrieren, im Gegensatz zu passiven Lernmethoden, wie zum Beispiel Vorlesungen, die mit eher universitätszentrierten MOOCs einhergehen.

Unabhängig von der Plattform ist E-Learning eine flexible, anpassungsfähige Möglichkeit für Fachleute und Studierende gleichermaßen, ihre Fähigkeiten zu verbessern.

Diese Definition wurde zuletzt im September 2020 aktualisiert

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