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Definition

Entity-Relationship-Diagramm (ERD)

Mitarbeiter: Jacqui Biscobing und Laura Aberle

Ein Entity-Relationship-Diagramm (ERD), auch bekannt als Entity-Relationship-Modell, ist eine grafische Darstellung eines Informationssystems, das die Beziehungen zwischen Personen, Objekten, Orten, Konzepten oder Ereignissen innerhalb dieses Systems abbildet. ERD ist eine Datenmodellierungsmethode, die bei der Definition von Geschäftsprozessen hilft und auch als Grundlage für eine relationale Datenbank verwendet werden kann.

Bedeutung von Entity-Relationship-Diagrammen

Entity-Relationship-Diagramme bilden eine visuelle Ausgangspunkt für das Datenbankdesign. Ziel ist es, die Anforderungen an ein Informationssystem für ein Unternehmen zu ermitteln. Auch nachdem eine relationale Datenbank bereits installiert ist, kann ein ERD immer noch als Referenzmodell dienen. Das erleichtert das Debugging und unterstützt bei späteren Änderungen an den Geschäftsprozessen.

Während ein ERD sinnvoll ist, um Daten zu organisieren, die durch eine relationale Struktur abgebildet werden, können halbstrukturierte oder unstrukturiert Daten nur unzureichend dargestellt werden. Es ist daher auch unwahrscheinlich, dass ERD sinnvoll ist, wenn es um die Integration von Daten in ein bereits bestehendes Informationssystem geht.

Hauptkomponenten eines ERDs

Entity-Relationship-Diagramme werden im Allgemeinen in einem oder in mehreren der nachfolgenden Modelle dargestellt:

  • Ein konzeptionelles Datenmodell, das keine spezifischen Details enthält, aber einen Überblick über den Umfang des Projekts und die Beziehung zwischen den Datensätzen gibt.
  • Ein logisches Datenmodell, das detaillierter als ein konzeptionelles Datenmodell ist und bestimmte Attribute und Beziehungen zwischen den Datenpunkten enthält. Während ein konzeptionelles Datenmodell nicht vor einem logischen Datenmodell entworfen werden muss, basiert ein physisches Datenmodell auf einem logischen Datenmodell.
  • Ein physisches Datenmodell, das den Entwurf für eine physische Repräsentation des logischen Datenmodells darstellt – zum Beispiel für eine relationale Datenbank. Auf Basis eines logischen Datenmodells können ein oder mehrere physische Datenmodelle entwickelt werden.

Es gibt drei grundlegende Komponenten eines Entity-Relationship-Diagramms:

  1. Entitäten, die Objekte oder Konzepte sind, über die Daten gespeichert werden können.
  2. Attribute, die Eigenschaften oder Merkmale von Entitäten sind. Ein ERD-Attribut kann als Primärschlüssel bezeichnet werden, der ein eindeutiges Attribut identifiziert, oder als Fremdschlüssel, der mehreren Attributen zugeordnet werden kann.
  3. Die Beziehungen zwischen diesen Entitäten.

Ein ERD, welches das Informationssystem für die Verkaufsabteilung eines Unternehmens darstellt, kann zum Beispiel mit grafischen Darstellungen von Entitäten wie dem Vertriebsbeauftragten, dem Kunden, der Adresse des Kunden, der Bestellung des Kunden, dem Produkt und dem Lager beginnen. Anschließend können Linien oder andere Symbole verwendet werden, um die Beziehung zwischen Entitäten darzustellen, und Text lässt sich einsetzen, um die Beziehungen zu beschriften.

Eine Kardinalitätsnotation kann dann die Attribute der Beziehung zwischen den Entitäten definieren. Kardinalitäten können bestimmen, ob eine Entität optional (zum Beispiel ein Vertriebsmitarbeiter kann keine oder mehrere Kunden haben) oder obligatorisch (zum Beispiel muss mindestens ein Produkt in einer Bestellung aufgeführt sein) ist.

Die drei Haupt-Kardinalitäten sind:

  1. Eine Eins-zu-Eins-Beziehung (1:1). Zum Beispiel, wenn jedem Kunde in einer Datenbank genau eine Postadresse zugeordnet ist.
  2. Eine Eins-zu-Viele-Beziehung (1:M). Beispielsweise kann ein einzelner Kunde eine Bestellung für mehrere Produkte aufgeben. Der Kunde ist mit mehreren Entitäten verbunden, aber alle diese Entitäten haben eine einzige Verbindung zurück zum selben Kunden.
  3. Eine Viel-zu-Viele-Beziehung (M:M). In einem Unternehmen, in dem alle Call-Center-Agenten mit mehreren Kunden arbeiten, ist jeder Agent mit mehreren Kunden verbunden, und mehrere Kunden können auch mit mehreren Agenten verbunden sein.

Während es Tools gibt, um Entity-Relationship-Diagramme zu zeichnen, zum Beispiel Computer Aided Software Engineering (CASE) -Tools, haben einige relationale Datenbank-Management-Systeme (RDBMS) auch Designfähigkeiten integriert.

Diese Definition wurde zuletzt im August 2018 aktualisiert

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