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Definition

Entscheidungsbaum

Ein Entscheidungsbaum ist eine Grafik, die sich verzweigende Äste nutzt, um jedes mögliche Ergebnis einer Entscheidung darzustellen.

Entscheidungsbäume können entweder mit der Hand, mit einem Grafikprogramm oder einer spezialisierten Software erstellt werden. Sie sind immer dann praktisch, wenn eine Gruppe vor einer Entscheidung steht, die sie treffen muss. Sie lassen sich aber auch automatisiert einsetzen, um zum Beispiel bestimmten Ergebnissen Zeit, Geld oder andere Werte zuzuweisen. Entscheidungen können so ohne weitere Rückfrage durchgeführt werden. Software für Entscheidungsbäume wird deswegen auch häufig im Data Mining eingesetzt. Dort wird sie genutzt, um komplizierte strategische Herausforderungen zu vereinfachen und um die Kosteneffizienz von Forschung und geschäftlichen Entscheidungen zu bewerten. Variablen in einem Entscheidungsbaum werden in der Regel als Kreise dargestellt.

Im Folgenden ein einfaches Beispiel: Ein bei E-Mails eingesetzter Entscheidungsbaum könnte mit einer Box beginnen, die mit „Eintreffen einer neuen E-Mail“ betitelt ist. Von dieser Stelle könnte ein Zweig abgehen, der zu der Frage „Ist eine sofortige Antwort notwendig?“ führt. Von hier aus geht ein Zweig zu einer Box „Ja“, die nur zu einer einzigen Entscheidung führt: „Beantworten. Eine „Nein“ verzweigt dagegen zu „Eine Antwort benötigt weniger als drei Minuten“ und zu „Eine Antwort benötigt mehr als drei Minuten“.

Was ist ein Entscheidungsbaum?
Abbildung 1: So könnte exemplarisch ein Entscheidungsbaum zur E-Mail-Bearbeitung aussehen.

Von der ersten Box führt wieder nur ein Zweig zur Entscheidung „Beantworten“ und von der zweiten zu „Als Aufgabe definieren und eine Priorität festlegen“. Die Zweige könnten anschließend zu einem Feld führen „Wurde die E-Mail beantwortet? Dann kann sie gespeichert oder gelöscht werden“.

Diese Definition wurde zuletzt im Juli 2019 aktualisiert

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