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IBM Cloud (vorher IBM Bluemix und IBM Softlayer)

Mitarbeiter: Kathleen Casey

IBM Cloud ist eine Suite von Cloud-Computing-Services, die sowohl Platform as a Service (PaaS) als auch Infrastructure as a Service (IaaS) enthält.

Mit IBM Cloud IaaS stellen Kunden virtualisierte IT-Ressourcen bereit, die sie über das Internet abrufen können. Dazu gehören unter anderen Compute, Storage und Networking. Beim Computing können Unternehmen zwischen Bare Metal oder virtuellen Servern wählen.

IBM Cloud PaaS basiert auf der Open-Source-Plattform von Cloud Foundry. Darauf können Entwickler mit IBM-Services verschiedene Anwendungen für die Public Cloud, als auch für On-Premises-Umgebungen erstellen, managen, ausführen und bereitstellen. IBM Cloud unterstützt verschiedene Programmiersprachen, darunter Java, Node.js, PHP und Python.

IBM Cloud-Produkte und -Dienste

Die IBM Cloud unterstützt den Zugriff auf andere IBM-Tools und -Services. Dazu gehören IBM Watson und IBM Cloud Functions für Serverless-Computing sowie Dienste von Drittanbietern.

Im IBM Cloud Catalog sind über 170 Services in verschiedenen Kategorien aufgeführt, unter anderem:

  • Compute – Hier stehen verschiedene Rechenressourcen zur Verfügung, auf denen Kunden ihre Workloads hosten können. Dazu gehören Bare-Metal-Server, virtuelle Server, Serverless Computing und Container.
  • Network – Bietet Cloud-Netzwerkdienste an, zum Beispiel Load Balancer, Content Delivery Network (CDN), VPN-Tunnel und Firewalls.
  • Storage – Bietet Object, Block und File Storage für Cloud-Daten.
  • Management – Bietet Tools zum Managen und Überwachen von Cloud-Deployments. Zum Beispiel für Protokollanalysen, Automatisierungen und Infrastructure as Code (IAC);
  • Sicherheit – Beinhaltet Dienste für Aktivitäten-Tracking, Identity and Access Management (IAM) sowie Authentifizierung.
  • Daten-Management – Bietet SQL- und NoSQL-Datenbanken sowie Query- und Migrations-Tools.
  • Analytics – Bietet Data Science Tools, wie Apache Spark, Apache Hadoop, IBM Watson Machine Learning sowie Analysedienste für das Streamen von Daten an.
  • Künstliche Intelligenz (KI) – Verwendet IBM Watson, um Dienste wie Machine Learning, Sprachverarbeitung und Bilderkennung bereitzustellen.
  • Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) – Beinhaltet die IBM IoT-Plattform und die Dienste, die bereitgestellt werden, um IoT-Geräte anzuschließen, zu managen und die von ihnen produzierten Daten zu analysieren.
  • Mobile – Ermöglicht Entwicklern mobile Apps und deren Backend-Komponenten zu erstellen und zu überwachen.
  • Entwickler-Tools – Umfasst ein Command-line Interface (CLI) sowie eine Reihe von Tools für kontinuierliche Bereitstellung, Veröffentlichung sowie Anwendungs-Pipelines.
  • Blockchain – Bietet die Blockchain-Plattform von IBM. Das ist ein Software-as-a-Service-Angebot zur Entwicklung von Apps, zur Einhaltung der Regeln sowie dem Monitoring der Blockchain.
  • Integration – Bietet Services zur Integration von Cloud- und On-Premises-Systemen oder zur Anbindung verschiedener Anwendungen wie API Connect, App Connect oder IBM Secure Gateway.
  • Migration – Bietet Tools zum Migrieren von Anwendungen in die Cloud, zum Beispiel IBM Lift CLI oder Cloud Mass Data Migration.
  • VMware – Ermöglicht die Migration von VMware-Workloads in die IBM Cloud.

IBM Cloud Deployment-Modelle

IBM bietet drei Deployment-Modelle für seine Cloud-Plattform an:

Public: Eine Public Cloud, die den Zugriff auf virtuelle Server in einer mandantenfähigen Umgebung ermöglicht. Der Kunde kann festlegen, ob seine Anwendungen in einer oder in mehreren geografischen Regionen bereitgestellt werden sollen.

Dediziert: Eine Single-Tenant Private Cloud, die IBM in einem ihrer Rechenzentren hostet. Der Kunde kann über eine direkte Netzwerkverbindung oder über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) eine Verbindung mit seiner RZ-Umgebung herstellen. IBM managt diese Plattform für den Kunden.

IBM Cloud Private: Eine Version der IBM-Plattform, die ein Unternehmen als Private Cloud in seinem eigenen Rechenzentrum hinter einer Firewall einsetzt.

IBM Preise

Die genauen Kosten der IBM Cloud variieren je nach Ressourcennutzung, Bereitstellungsmodell, Support und anderen Faktoren. Seit 2017 bietet IBM drei allgemeine Preismodelle an: Test ist kostenlos und enthält 256 MB Cloudy-Foundry-Speicher sowie eine Instance pro Lite-Plan. Für einen nutzungsabhängigen Einsatz müssen Nutzer für die jeweils genutzten Cloud-Ressourcen bezahlen. Kostenlos ist ein halbes GB Memory für Runtime und Container. Die Subskription-Version beinhaltet eine feste monatliche Abrechnung und es besteht die Möglichkeit individueller Rabatte.

Um die Kosten besser abschätzen zu können, stellt IBM einen Cloud-Preisrechner bereits, auf den alle Kunden und Interessenten zugreifen können.

IBM Cloud: Rebranding und Konkurrenten

Im Jahr 2013 akquirierte IBM den Cloud-Provider SoftLayer. Dessen Public-Cloud-Plattform wurde die Grundlage für das IBM IaaS-Angebot. Im Oktober 2016 stellte IBM die Marke SoftLayer unter sein Bluemix PaaS. Damit erhielten die Benutzer eine zentrale Konsole, von der aus sie auf alle IaaS- und PaaS-Ressourcen zugreifen konnten. Im Oktober 2017 hat IBM sein gesamtes Cloud-Portfolio in IBM Cloud umbenannt.

Die wichtigsten Cloud-Konkurrenten von IBM sind Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud Platform.

Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2018 aktualisiert

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