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Inbound Marketing

Mitarbeiter: Tim Ehrens

Inbound Marketing ist eine Marketing-Strategie, die sich auf die Gewinnung von Kunden oder Leads durch Internet-Inhalte fokussiert. Das Grundprinzip ist, dass potenzielle Kunden von sich aus auf das Unternehmen zukommen, anstatt dass Vermarkter um die Aufmerksamkeit der Kunden konkurrieren.

Die unternehmensrelevanten Inhalte werden so im Internet platziert, dass Interessenten die Unternehmensprodukte selbständig auffinden, wenn sie nach entsprechenden Informationen suchen. Der Nutzer wird da angesprochen, wo er sich aufhält und wo er nach Produkten oder Dienstleistungen des Unternehmens oder damit in Zusammenhang stehenden Informationen sucht. Diese Art von Marketing versucht es Kunden einfacher zu machen, die bereits aktiv über das Internet nach Produkten oder Dienstleistungen suchen.

Beispiele für Inbound-Marketing-Inhalte und -Taktiken sind Blog-Einträge, Fotos, Infografiken, Videos, Podcasts, Präsentationen, E-Books, Whitepapers, Newsletter, E-Zines, Webinare, Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media Marketing. Der Begriff Inbound Marketing wurde 2005 von HubSpot geprägt.

Inbound Marketing richtet sich heute vor allem über Online-Plattformen wie Blogs, Social Media und Suchmaschinen an Kunden und versucht Inhalte zu erstellen, die mit dem Produkt, für das ein Unternehmen werben will, in Zusammenhang stehen. Diese Inhalte werden auf den Online-Plattformen platziert mit dem Ziel, entsprechenden Traffic zu einer Unternehmens-Website zu erzeugen. Dieser Traffic ist nicht vom Werbeaufkommen abhängig. Der Hauptmechanismus, wie Traffic zur Unternehmenswebsite erzeugt wird, ist die Verwendung eingehender Links („inbound links“). Diese maximieren die Sichtbarkeit von Inhalten für Suchmaschinen und andere Websites und führen zu einer Steigerung des Rankings.

Inbound Marketing hat eine ganze Reihe von Vorteilen. So können Unternehmen mit Inbound Marketing Geld sparen, weil sie weniger von ineffizienten Outbound-Marketing-Techniken abhängen um Leads zu produzieren. Im Outbound Marketing spricht man potentielle Interessenten durch Anrufe, E-Mails oder Direct Mails an oder via TV- und Radio-Werbung. Ein weiterer Vorteil von Inbound Marketing: Die meisten Plattformen, die Inhalte teilen, wie Facebook, Twitter, YouTube und verschiedene Blogging-Websites, können frei verwendet werden.

Da Inbound Marketing kostengünstig ist, können auf diesem Gebiet außerdem auch kleinere Unternehmen mit größeren Unternehmen gut um Leads konkurrieren. Und schließlich kann Suchmaschinenoptimierung für Inhalte viele Werbeausgaben ersetzen, da die Inhalte für Suchmaschinen und andere kundenorientierte Kanäle sichtbarer sind.

Da Inbound-Marketing-Inhalte von Unternehmen heute oft auf Social Media eingesetzt werden, können sie sich durch Mund-zu-Mund Propaganda verbreiten und effizient auf mögliche Interessenten auswirken, da sie diese auf mehreren sozialen Kanälen erreichen. Selbst ältere Inhalte können im Laufe der Zeit zu mehr Leads führen, da das Ranking in der Regel über die Zeit ansteigt, was dem Unternehmen frische Leads ohne viel Zeitaufwand und Mühe generiert. Feedback wird leicht über Leads erhalten, die Kommentare hinterlassen oder auf Social Media eine Konversation zu bestimmten Produkten starten.

Der Nachteil von Inbound Marketing ist, dass nur die Interessenten erreicht werden, die sich die Nachricht auch ansehen. Das heißt, es muss von vornherein ein gewisses Interesse seitens des potentiellen Kunden bestehen. Das schränkt die Reichweite einer Kamapagne ein. Die Vielfalt der verschiedenen Inhalte von Inbound Marketing könnte einen Interessenten überwältigen und dazu führen, dass die Inhalte verloren gehen.

Unternehmen haben außerdem wenig Kontrolle über das, was ein potenzieller Lead sieht, weil er die Website des Unternehmens zwar besuchen kann, dort aber vielleicht das entsprechende Angebot nicht findet. Es dauert länger, bis sich Kampagnen lohnen, da angelockte Interessenten in der Regel zu dem Zeitpunkt noch nicht kaufbereit sind und zusätzliche „Pflege“ benötigen, um aus ihnen Kunden zu machen. Und schließlich kann die Zwei-Wege-Kommunikation nach hinten losgehen, wenn ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung negativ bewertet werden und sich schlechte Kommentare verbreiten.

Diese Definition wurde zuletzt im Februar 2017 aktualisiert

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