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Kapazitätsplanung in Rechenzentren

Mit Kapazitätsplanung für Rechenzentren stellen Planer sicher, dass die Rechenressourcen, die Stromlast, der Platzbedarf und die Kühlkapazität einer IT-Organisation den Workload-Anforderungen ihrer Benutzer und Kunden gerecht werden.

Warum ist Kapazitätsplanung wichtig?

Rechenzentren sind in Bezug auf Platzbedarf, Leistungsaufnahme und Kühlkapazität begrenzt. Redundante Backup-Stromversorgung und fehlertolerante Server-Cluster können nicht nur die Betriebszeit potenziell erhöhen, sie können auch die insgesamt verfügbare Stromkapazität reduzieren.

Die Planung von zu viel Kapazität für die vorhandenen Workloads verschwendet Geld und Energie. Zu viel Kühlung ist ebenfalls von Nachteil für die Effizienz des Rechenzentrums.

Sie möchten auf keinen Fall das Rechenzentrum überdimensionieren, doch auch zu geringe Kapazitäten können ein großes Problem sein, da sie den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen. Ohne ausreichende Stromversorgung und Kühlung kommt es häufiger zu Ausfällen. Ohne ausreichende Rechen-, Netzwerk- und Speicherkapazität stoßen Anwendungen auf Engpässe und können möglicherweise nicht mehr funktionieren oder brauchen zu lange.

Wie funktioniert die Kapazitätsplanung?

IT-Organisationen sollten die Kapazitätsplanung damit beginnen, bestimmte Metriken – wie Spitzenleistungszeiten – festzulegen. Um die optimale Kapazität zu bestimmen, können Unternehmen den Betrieb mit simulierten oder realen Lasttests, Trendanalysen oder Modellen mit speziell dafür entwickelten Tools vergleichen.

Softwaretools für die Kapazitätsplanung können dem Administrator helfen, die Ressourcen zu berechnen, die ein Rechenzentrum bei aktuellen und geplanten zukünftigen Operationen vorhalten muss. Solche Tools reichen von einfachen Tabellenkalkulationen bis hin zu 3D-Renderings des Rechenzentrums mit automatischer Asset-Erkennung und -Dokumentation. Einige ausgeklügelte Kapazitätsmanagement-Tools schlagen sogar Outsourcing-Optionen vor, wenn größere Strom-, Platz- und Kühlungs-Upgrades am physischen Standort zu kosten- oder zeitaufwendig sind.

Virtualisierung, die es Rechenzentrumsmanagern ermöglicht, Server zu konsolidieren, indem sie mehrere Workloads auf einen physischen Server stapeln, sollte bei der Kapazitätsplanung für Rechenzentren ebenfalls berücksichtigt werden. Mit Virtualisierung und Cloud-Computing können Unternehmen flexiblere Kapazitäten planen, die ohne Eins-zu-Eins-Investitionen in Strom oder IT-Systeme nach oben und unten skaliert werden können. So könnte beispielsweise ein Einzelhänder rund um die Weihnachtszeit zusätzliche Ressourcen zubuchen und ansonsten sein Rechenzentrum am normalen Betrieb ausrichten. Das erfordert, dass Anwendungen für Agilität über Plattformen und Verwaltungstools hinweg entwickelt werden, die mehrere Infrastrukturen überwachen können.

Wer ist für die Kapazitätsplanung des Rechenzentrums verantwortlich?

Es liegt normalerweise in der Verantwortung des Rechenzentrumsmanagers oder IT-Direktors, einen Kapazitätsplan zu erstellen und zu bestimmen, welche Strategie den Geschäftsanforderungen am besten gerecht wird. IT Service Management Frameworks wie ITIL geben dem Planer detaillierte Empfehlungen für das Kapazitätsmanagement.

Diese Definition wurde zuletzt im Juli 2021 aktualisiert
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