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Definition

Kondensator (Kapazität)

Mitarbeiter: Michael Eckert

Ein Kondensator ist eine passive elektronische Komponente, die Energie in Form eines elektrostatischen Feldes speichert. In seiner einfachsten Form besteht ein Kondensator aus zwei leitenden Platten, die durch ein isolierendes Material getrennt sind. Letzteres nennt sich Dielektrikum. Die Kapazität eines Kondensators ist direkt proportional zur Oberfläche der Leiterplatten.

Die Standardeinheit der Kapazität ist Farad, das mit F abgekürzt wird. Das ist eine sehr große Einheit. Häufiger sehen Sie Mikrofarad, als µF (1 µF =10-6F) abgekürzt und Picofarad, als pF (1 pF = 10-12 F) abgekürzt.

Kondensatoren werden beispielsweise in Netzteilen von allerlei elektronischen Geräten verbaut. Dazu gehören auch Computer und die entsprechenden Peripheriegeräte. In solchen Systemen glätten Kondensatoren die gleichgerichtete Wechselspannung und liefern damit reinen Gleichstrom wie eine Batterie.

Es gibt verschiedene Typen und Bauformen von Kondensatoren. Größere Kondensatoren werden oft aus Metallfolien hergestellt, zwischen denen sich ein nichtleitendes Material wie Kunststofffolie als Dielektrikum befindet. Sie bieten für den Einsatz in elektronischen Geräten Kapazitäten vom Mikrofarad-Bereich bis zu einigen Farad. Für den industriellen Einsatz sind mit speziellen sehr großen Bauformen sind Kapazitäten bis einige tausend Farad verfügbar.

Bei kleinen Kondensatoren werden keramische Materialien verwendet. Sie sind aus mehreren dünnen Oxidkeramikschichten aufgebaut, weswegen sie auch Vielschicht-Kondensatoren genannt werden. Die Kapazitäten von Keramikkondensatoren reichen vom Picofarad- bis zum Nanofarad-Bereich

Kondensatoren lassen sich auch in integrierten Halbleiterschaltungen (Integrated Circuit; IC) realisieren. Sie werden häufig in Verbindung mit Transistoren in DRAM (Dynamic Random Access Memory) benutzt. Die Kondensatoren helfen, den Speicherinhalt zu erhalten. Aufgrund ihrer geringen physischen Größe weisen diese Komponenten eine geringe Kapazität auf. Sie müssen tausende Male pro Sekunde aufgeladen werden, sonst verliert das DRAM seine Daten.

Diese Definition wurde zuletzt im April 2019 aktualisiert

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