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Künstliche Persönlichkeit (Artificial Personality, AP)

Mitarbeiter: Ivy Wigmore

Indem man digitale Einheiten mit einer künstlichen Persönlichkeit versieht, möchte man die Bereitschaft des Endbenutzers erhöhen, mit der programmierten Einheit sowohl auf logischer als auch auf emotionaler Ebene zu interagieren.

Künstliche Persönlichkeiten (Artificial Personality, AP) sind insbesondere für digitale Assistenten von Bedeutung, die per Sprache aktiviert werden, wie etwa Apples Siri, Amazons Alexa, Googles Assistant oder Microsofts Cortana. Dabei werden durchaus in Nuancen unterschiedliche Ansätze verfolgt. So beschäftigt Google ein spezielles Team, um dem eigenen Assistenten Persönlichkeit zu verleihen. Siri wurde schon früh bewusst etwas frech konzipiert. Bei Cortana hat man sich an echten persönlichen Assistenten orientiert und Alexa hat durchaus auch eine Fähigkeit eher unehrerbietig zu sein.

Die Anwender erwarten nicht, dass ihr digitaler Assistent den Turing-Test besteht und mit einem Menschen verwechselt wird. Aber die Entwickler haben festgestellt, dass das Hinzufügen von Persönlichkeitsmerkmalen durchaus vom Endanwender geschätzt wird. Und häufig kommt Humor zum Einsatz, etwa wenn von Programmierfehlern abgelenkt werden soll.

Fähigkeiten wie Flüstern, das richtige Einlegen von Gesprächspausen und das Variieren der Tonhöhe, erlauben es digitalen Assistenten einem natürlichen Gesprächsverhalten nahe zu kommen. Dabei müssen die Entwickler aber darauf achten, die künstliche Persönlichkeit nicht zu menschlich erscheinen zu lassen. Dies kann den so genannten „Uncanny Valley“-Effekt („unheimliches Tal) erzeugen. Demnach fühlt sich der Anwender beziehungsweise Betrachter weniger wohl, wenn sich die Simulation der Realität nähert, diese aber nicht erreicht.

Diese Definition wurde zuletzt im Dezember 2019 aktualisiert

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