Definitionen durchsuchen :
Definition

Magnetic Resonance Imaging (MRI, MRT)

Die Magnetresonanztomographie (MRT), in Englisch Magnetic Resonance Imaging (MRI), ist eine Methode, um Bilder aus dem Inneren von Objekten zu erhalten, insbesondere von Lebewesen wie Menschen und Tieren. Sie verwendet keine ionisierende Strahlung wie Röntgenstrahlen, sondern nutzt Hochfrequenzwellen und intensive Magnetfelder, um Atome im untersuchten Objekt anzuregen. Die Muster dieser Anregung werden auf einem Bildschirm beobachtet. Die MRT kann in Echtzeit dreidimensionale Ansichten von Körperorganen, Muskeln und Gelenken ohne invasive Eingriffe liefern.

Das MRT-Verfahren wird von vielen Ärzten als unverzichtbar angesehen, vor allem bei der Beurteilung von Sportverletzungen und bei der Diagnose von chronischen Krankheitszuständen. Um die Darstellung eines MRTs richtig interpretieren zu können, ist die Expertise eines Arztes oder Radiologen erforderlich. Den meisten Laien fehlt das medizinische Wissen, um eine MRT richtig zu interpretieren. Eine MRT kann kleinere Schäden an Sehnen, Bändern und Muskeln aufzeigen. Eine MRT-Darstellung des Herzens und der umliegenden Arterien kann eine frühzeitige Warnung vor einer fortschreitenden Koronarerkrankung liefern und helfen, Krebstumore zu lokalisieren.

Das Phänomen der Magnetresonanz wurde erstmals 1946 von Felix Bloch und Edward Purcell demonstriert. In den ersten zwei Jahrzehnten nach seiner Entdeckung wurde das Phänomen nur für die Analyse unbelebter Materie genutzt. Erst in den 1990er Jahren wurde die MRT zur Kartierung des menschlichen Gehirns eingesetzt.

Die MRT wird manchmal auch als nukleare Magnetresonanztomographie (NMRI) bezeichnet, weil sie mit den Atomkernen arbeitet. Da „nuklear“ jedoch einige negative Konnotationen hat, wird dieses Adjektiv normalerweise weggelassen.

 

Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2021 aktualisiert
ComputerWeekly.de
Close