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Definition

Maschinensprache

Mitarbeiter: Stan Gibilisco, Marianne Doig

Maschinenlesbarer Code oder auch Maschinensprache genannt ist eine Art elementarer Sprache, die Computer direkt verstehen können. Er kann durch den Prozessor eines Rechners gelesen werden und besteht aus digitalen und binären Zahlen. Diese sind aus langen Sequenzen aus Nullen und Einsen aufgebaut. Jeglicher Source Code, der von Menschen erstellt wurde, muss durch einen Computer oder einen Interpreter in maschinenlesbaren Code umgewandelt werden, da Rechner nur diesen binären Code verstehen können.

Jede CPU (Central Processing Unit) verfügt über ihr eigenes Set an maschinenlesbaren Instruktionen. Der Prozessor liest diese Instruktionen und kümmert sich um ihre Ausführung. Instruktionen sind in der Regel in Bits strukturiert. Wenn die Instruktionen für einen bestimmten Prozessor in zum Beispiel acht Bit abgelegt werden, enthalten die ersten vier Bits (der sogenannte Opcode) die Angaben darüber, was der Prozessor erledigen soll. Die zweite Folge aus vier Bits (der sogenannte Operand) sagt dem Computer dann, welche Daten er dabei nutzen soll. Ein Beispiel:

01001000 01100101 01101100 01101100 01101111 00100001

Abhängig vom verwendeten Prozessor sind alle Instruktionen meist von derselben Länge. Es ist aber auch möglich. dass sie sich unterscheiden. Welche Form gewählt wird, hängt auch von der jeweiligen Instruktion ab. Die Architektur des Prozessors bestimmt zudem, wie die Instruktionen aufgebaut sind. Für die Ausführung der Instruktionen sind die Firmware oder der interne Aufbau der CPU zuständig.

Menschliche Programmierer haben nur noch selten, wenn überhaupt, Kontakt mit maschinenlesbarem Code. Manche Entwickler nutzen beim Debuggen einer Software aber noch einen Ausdruck, der die Anwendung in maschinenlesbarer Form zeigt. Dieser Printout wird auch als Dump bezeichnet. Werkzeuge zum Erzeugen dieses Dumps zeigen oft jeweils vier Bits zusätzlich auch als hexadezimale Werte an, so dass der maschinenlesbare Code leichter verstanden werden kann. Andere enthaltene Informationen über die Funktion des Computers sind zum Beispiel die Adresse der ausgeführten Instruktion zum Zeitpunkt, an dem der Dump erstellt wurde.

Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2019 aktualisiert

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