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Memory Map

Eine Memory Map (übersetzt: Speicherlandkarte oder Arbeitsspeicherplan) ist eine riesige Tabelle, quasi eine Datenbank, die vollständige Informationen darüber enthält, wie das Memory in einem Computersystem aufgebaut ist. Eine Memory Map funktioniert so ähnlich wie ein gigantischer Büro-Organizer. In der Map hat jede Computerdatei eine eindeutige Speicheradresse, die speziell für sie reserviert ist, so dass keine anderen Daten sie versehentlich überschreiben oder beschädigen können.

Damit ein Computer richtig funktioniert, muss sein Betriebssystem immer auf die richtigen Teile des Arbeitsspeichers zur richtigen Zeit zugreifen können. Wenn ein Computer zum ersten Mal hochfährt (startet), teilt die Memory Map dem Betriebssystem mit, wie viel Arbeitsspeicher verfügbar ist. Wenn der Computer läuft, stellt die Memory Map sicher, dass Daten immer an die richtigen Stellen geschrieben und von dort gelesen werden. Die Memory Map stellt auch sicher, dass die Debugger des Computers die Speicheradressen in die tatsächlich gespeicherten Daten auflösen können.

Wenn es keine Memory Map gäbe oder wenn eine vorhandene Memory-Map beschädigt wäre, könnte (und würde wahrscheinlich) das Betriebssystem Daten an die falschen Stellen schreiben und von den falschen Stellen lesen. Das Ergebnis: Wenn Daten gelesen werden, beziehen sie sich nicht immer auf die richtigen Dateien oder Anwendungsprogramme. Das Problem würde wahrscheinlich klein und unbemerkt beginnen, sich mit der Zeit verschlimmern und erst dann offensichtlich werden, wenn bereits erheblicher Schaden an gespeicherten Daten und Programmen entstanden ist. Am Ende würden einige oder alle Anwendungen nicht mehr ausgeführt werden können und viele wichtige Dateien wären ruiniert.

Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2021 aktualisiert
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