Definitionen durchsuchen :
Definition

Metadaten

Metadaten sind Daten, die andere Daten beschreiben. Der Präfix Meta wird in der Informationstechnologie meistens für die Beschreibung und für die Definitionen in einer übergeordneten Ebene genutzt.

Metadaten beschreiben die Struktur der Daten in einer Form, mit der das Suchen, Finden und Verarbeiten bestimmter Datenelemente erleichtert wird. Bei einer Dokumentendatei gehören zu den Metadaten zum Beispiel der Name des Autors, das Erstellungsdatum, das Änderungsdatum, der Dateityp und die Dateigröße. Solche Dokumentendateien lassen sich somit schnell nach einzelnen Metadatenwerten sortieren oder filtern. Das vereinfacht und beschleunigt die Suche und das Auffinden eines bestimmten Dokuments.

Neben den Dokumentdateien werden Metadaten aber auch für Bilder, Videos, Tabellenkalkulationen und Webseiten verwendet. Die Verwendung von Metadaten auf Webseiten kann sehr wichtig sein, denn diese Metadaten enthalten Beschreibungen des Seiteninhalts. Dabei handelt es sich in der Regel um Metatags, in denen umfangreiche Inhaltsbeschreibungen und eine Zusammenfassung der Webseite enthalten sind. Diese Angaben werden von den Suchmaschinen automatisch als Auswahlkriterium genutzt. Das bedeutet, dass sie einen großen Einfluss darauf haben können, ob ein User eine bestimmte Webseite zu sehen bekommt und diese dann auch aufruft.

Metatags werden von Suchmaschinen oftmals auch für das Ranking der Suchergebnisse herangezogen. Damit entscheiden diese Tags häufig über die Reihenfolge, in der Suchergebnisse in einem Webbrowser angezeigt werden. Bis in die späten 1990er Jahre wurde die Relevanz einer Webseite nach diesen Metatags bestimmt.

Mit dem Aufkommen der Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO) Ende der 1990er Jahre entstand allerdings bei vielen Webseiten eine „Keyword-Überfrachtung“. Mit dem Zuordnen von extrem vielen Schlüsselworten wollten die Webseiten-Betreiber eine besonders hohe Relevanz ihrer Webseite vortäuschen und die Suchmaschinen entsprechend austricksen.

Als Folge haben die Suchmaschinen die Bedeutung von Metatags bei der Ergebnisauswahl stark reduziert. Trotzdem werden Metatags noch immer bei der Indexierung von Webseiten in geringerem Umfang genutzt. Viele Suchmaschinen entziehen sich der Ergebnismanipulation des Webseiten-Rankings, indem sie regelmäßig ihre Relevanzkriterien ändern. Google veröffentlicht zwar nicht seine Ranking-Kriterien, doch es ist bekannt, dass es seinen Algorithmus häufig ändert.

Metadaten können sowohl manuell als auch automatisch erstellt werden. Die manuelle Erstellung ist tendenziell genauer, da der Nutzer hierbei viele Informationen eingeben kann, die er zur Datenbeschreibung für relevant hält. Bei der automatischen Metadatenerstellung können in der Regel nur wenige, grundsätzliche Angaben, wie Dateigröße, Dateityp, Erstellungsdatum und der Autor automatisch generiert werden.

Diese Definition wurde zuletzt im April 2018 aktualisiert

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close