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Microsoft Internet Explorer (IE)

Mitarbeiter: Chuck Burey, Brien Posey, Franziska Holzfurtner

Der Internet Explorer (IE) ist ein Internetbrowser, der mit dem Microsoft-Windows-Betriebssystem (OS) gebündelt war. Die Entwicklung des Browsers wurde in Windows 10 zugunsten des neuen Edge-Browsers von Microsoft stillgelegt. Er bleibt jedoch Teil des Betriebssystems, auch wenn er nicht mehr der Standardbrowser ist.

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Der IE war von 1999, als er den Netscape Navigator überholte, bis 2012, als Chrome die Führung übernahm der beliebteste Internetbrowser. Weitere Konkurrenten sind Mozilla Firefox, ein Open-Source-Browser, der mit dem Code von Netscape Navigator entwickelt wurde, und Apples Safari.

Geschichte des Internet Explorers

Microsoft hat die ursprüngliche Version des Internet Explorer auf eine Technologie aufgebaut, die von Spyglass, den Entwicklern des bahnbrechenden Mosaic-Browsers, lizenziert wurde, und hat sie im August 1995 für Windows 95 freigegeben. Die im November 1995 veröffentlichte Version 2 unterstützte zusätzlich die SSL-Verschlüsselung (Secure Sockets Layer) und Cookies, und die Version 3 folgte im August 1996 mit Java und Cascading Style Sheets (CSS) – alles wichtige Technologien, die auch heute noch verwendet werden.

Geschichte des IE-Logos
Abbildung 1: Versionen des Internet Explorer zwischen 1995 und 2015. Der Internet Explorer wurde unter Windows 10 durch Edge ersetzt

1998 verklagte das US-Justizministerium Microsoft wegen Kartellrechtsverstößen und beschuldigte das Unternehmen unter anderem, durch die Bündelung von Internet Explorer und Windows den Wettbewerb im Bereich der Webbrowser zu blockieren. Im Jahr 2001 erzielten die beiden Seiten eine Einigung, die Microsoft aber nicht dazu verpflichtete, den IE vom Betriebssystem zu entbündeln.

2009 erreichte die EU in einer Kartellklage aufgrund derselben Vorwürfe einen Vergleich mit Microsoft. Das Verfahren wurde eingestellt, weil Microsoft sich bereiterklärte, in Europa Verkäufern die Vorinstallation anderer Browser zu ermöglichen und Windows XP, Vista und Windows 7 mit einer Auswahlseite auszuliefern, auf der im Internet Explorer andere Browser zum Download vorgeschlagen wurden.

Alles in allem hat der Internet Explorer seit seiner ersten Veröffentlichung elf Versionen und viele Patches als Reaktion auf gezielte Angriffe auf Fehler in der Programmierung der Anwendung durchlaufen. Der IE 11, der 2013 veröffentlicht wurde, ist die letzte Version des Webbrowsers. Microsoft Edge ersetzte den IE als Standardbrowser in Windows mit der Veröffentlichung von Windows 10 im Jahr 2015. Der IE wird jedoch immer noch mit Windows 10 ausgeliefert und ist auch als Download auf der Seite von Microsoft erhältlich.

In der Vergangenheit war der IE auch für Unix und Apples Betriebssystem macOS verfügbar. Microsoft hat diese Versionen ebenfalls eingestellt.

Internet Explorer-Funktionen und Sicherheitseinstellungen

Die Internet Explorer-Oberfläche umfasst eine Adresszeile, eine Menüleiste, eine Favoritenleiste und eine Statusleiste. Jede kann einzeln über das Menü Ansicht aktiviert oder deaktiviert werden. Darüber hinaus enthält das Menü Ansicht von Internet Explorer Optionen zum Ändern der Codierung, zum Anzeigen des Seitenquelltextes, zum Anpassen der Textgröße und zum Vergrößern und Verkleinern der Seite. Weitere Optionen des Menüs Ansicht umfassen Gehe zu, Stopp und Aktualisieren. Die Elemente, die im Menü Ansicht von Internet Explorer (und den anderen Menüs) angezeigt werden, variieren je nach Browserversion.

Das Internet Explorer-Menü Datei bietet Optionen, die denen der meisten anderen Windows-Anwendungen ähnlich sind, wie zum Beispiel Speichern, Speichern unter und Eigenschaften. Das Menü Datei kann auch ein neues Fenster, eine neue Registerkarte oder eine neue Sitzung öffnen. Einige Versionen von Internet Explorer enthalten sogar eine Option im Menü Datei, um den Seitencode mit Notepad zu bearbeiten. Das Bearbeiten-Menü von Internet Explorer ist ziemlich basal, mit Optionen wie Ausschneiden, Kopieren, Einfügen und Auf Seite suchen.

Im Menü Extras des IE befinden sich die meisten Sicherheitsfunktionen des Browsers. Das Menü Extras bietet Zugriff auf Funktionen wie den Popup-Blocker, privates Browsen, Standortverfolgung und ActiveX-Filterung.

Das Menü Extras enthält auch einen Befehl Internetoptionen, der ein Dialogfeld öffnet, mit dem die Startseite geändert, der Browserverlauf gelöscht oder das Erscheinungsbild des Browsers modifiziert werden kann. Dieses Dialogfeld enthält auch eine Registerkarte Sicherheit, mit der die Sicherheitsstufe des Browsers eingestellt und der geschützte Modus aktiviert oder deaktiviert werden kann.

Die Registerkarte Datenschutz des Dialogfelds enthält Optionen, die Pop-ups blockieren, privates Browsen aktivieren und den Zugriff auf den physischen Standort des Benutzers verhindern können. Das Dialogfeld enthält auch eine Registerkarte Inhalt mit Einstellungen zur Verwendung von Zertifikaten, zum automatischen Ausfüllen, zu Feeds und sogenannten Web-Slices, eine Spezialfunktion von Internet Explorer 8 und 9, mit der Teile von Webseiten abonniert werden konnten. Die Registerkarte Verbindung ermöglicht es den Benutzern, die Verbindung zum Internet zu konfigurieren, aber die Mechanismen auf dieser Registerkarte sind Relikte aus den 1990er Jahren und werden heute nur noch selten verwendet. Auf der Registerkarte Programme können Benutzer Add-Ons, Dateiverknüpfungen und die Anwendungen verwalten, die für webbezogene Dienste wie E-Mail verwendet werden. Die Registerkarte Erweitert schließlich bietet eine exakte Kontrolle fast jeden Aspekts des Browsers.

Einsatz des Internetexplorer nach der Stilllegung

Als Internetbrowser ist der Internet Explorer mittlerweile fast bedeutungslos geworden. In bestimmten, besonders betrieblichen Kontexten kommt der Internetexplorer allerdings immer noch zum Einsatz, wenn ältere Betriebssysteme wie Windows 7 oder 8 verwendet werden oder aber Anwendungen, die auf die Kompatibilität mit Internet Explorer hin ausgerichtet wurden und auf ActiveX oder Silverlight angewiesen sind. Letztlich ist es gelegentlich auch einfach die Trägheit der Administratoren oder Nutzer selbst, wegen der Anwender noch auf dem Geisterschiff durchs Netz spuken.

Diese Definition wurde zuletzt im Februar 2020 aktualisiert

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