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Mitarbeiterüberwachung

Mitarbeiter: Ivy Wigmore

Bei der Überwachung der eigenen Mitarbeiter werden verschiedene Methoden eingesetzt, um Informationen über die Aktivitäten und Aufenthaltsorte der Angestellten zu sammeln.

Unternehmen überwachen ihre eigenen Mitarbeiter, um die Produktivität zu verbessern und um ihre Besitztümer zu schützen. Der wichtigste Grund für die Maßnahmen ist dabei das Ziel, unerwünschtes Verhalten zu verhindern. Sollte dies nicht möglich sein, dann wird damit versucht, zumindest den Schaden für das Unternehmen möglichst gering zu halten.

Eine Workplace-Studie der International Data Corp (IDC) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass 30 bis 40 Prozent der Internetzugriffe durch die Mitarbeiter nichts mit ihrer Arbeit zu tun haben. Andere Zahlen aus der Studie: 21 bis 31 Prozent der Mitarbeiter haben schon E-Mails mit sensiblen Informationen aus dem Unternehmen verschickt, die vertrauliche Daten oder Handelsgeheimnisse enthielten. 60 Prozent aller Online-Einkäufe werden innerhalb der üblichen Bürozeiten getätigt. Allein für die Vereinigten Staaten von Amerika schätzen die Analysten, dass sich der jährliche Verlust durch diese Online-Drückebergerei auf rund 40 Prozent der Produktivität beläuft.

Die eingesetzten Maßnahmen zur Überwachung der Mitarbeiter umfassen das Mitschneiden der Tastatureingaben, Belauschen von Telefongesprächen, GPS-Tracking und Kontrolle der Internetnutzung. Letzteres bezieht sich meist auf die besuchten Webseiten, auf empfangene und versandte E-Mails, die Nutzung von Instant Messengern sowie von sozialen Netzen wie Facebook während der Arbeitszeit.

Der Grad der Überwachung der eigenen Mitarbeiter ist abhängig von der Rechtsprechung und den Gesetzen in einem Land. So müssen sich Arbeitgeber in Deutschland unter anderem an die Vorgaben durch das Bundesdatenschutzgesetz halten. Außerdem muss die Überwachung hier zu Lande in der Regel durch die Betroffenen genehmigt werden. Auch Betriebsräte, sofern vorhanden, haben hier meist ein Wörtchen mitzureden. Im schlimmsten Fall droht einem Arbeitgeber, der sich nicht an die Vorgaben hält, sogar eine Freiheitsstrafe. Unternehmen, die eine Überwachung planen oder bereits entsprechende Maßnahmen umgesetzt haben, sollten sich deswegen umfassend über die rechtliche Situation informieren.

Diese Definition wurde zuletzt im Oktober 2019 aktualisiert

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