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Noisy Neighbor

Mitarbeiter: Nicholas Rando

„Noisy Neighbor“ – zu deutsch „Lauter Nachbar“ – ist ein Begriff, der zur Beschreibung eines Co-Mieters einer Cloud-Computing-Infrastruktur verwendet wird, der Bandbreite, Festplatten-I/Os, CPU und andere Ressourcen monopolisiert und die Cloud-Leistung anderer Benutzer negativ beeinflussen kann. Der Noisy-Neighbor-Effekts führt dazu, dass andere virtuelle Maschinen und Anwendungen, die die Infrastruktur gemeinsam nutzen, unter einer ungleichmäßigen Cloud-Netzwerkleistung leiden.

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Die Cloud ist eine Multi-Tenant-Umgebung, was bedeutet, dass eine einzige Architektur die Anwendungen und Daten mehrerer Kunden beherbergt. Der Noisy-Neighbor-Effekt tritt auf, wenn eine Anwendung oder eine virtuelle Maschine den Großteil der verfügbaren Ressourcen nutzt, und Netzwerkleistungsprobleme für andere in der gemeinsam genutzten Infrastruktur verursacht.

Ein Mangel an Bandbreite ist eine Ursache für Netzwerkleistungsprobleme. Wenn also eine Anwendung oder Instanz zu viel nutzt, leiden andere Anwendungen unter langsamen Geschwindigkeiten oder Latenzzeiten. Ein „lauter Nachbar“ kann Web-Hosting, Datenbanken, Netzwerke, Speicher und Server beeinträchtigen.

Eine Möglichkeit, diesen Effekt zu vermeiden, ist die Verwendung einer Bare-Metal-Cloud. Die Bare-Metal-Cloud führt eine Anwendung nach der anderen direkt auf der Hardware aus, wodurch eine Single-Tenant-Umgebung geschaffen und laute Nachbarn eliminiert werden. Single-Tenant-Umgebungen vermeiden zwar den besagten Effekt, lösen das Problem aber nicht. Eine übermäßige Bindung an die Infrastruktur oder wenn eine Umgebung von zu vielen Anwendungen gemeinsam genutzt wird, schränkt die Gesamtleistung der Cloud ein.

Eine andere Möglichkeit, Noisy Neighbors in der Cloud zu vermeiden, besteht darin, sicherzustellen, dass eine Anwendung die erforderlichen Ressourcen erhält, indem Arbeitslasten über physische Server verschoben werden. Darüber hinaus steuert die Storage Quality of Service (QoS) die Ein-/Ausgabeoperationen pro Sekunde (IOPS) einer VM, was den Effekt begrenzen kann. Festgelegte IOPS-Limits können die Menge der Ressourcen steuern, die jede VM erhält. Daher monopolisiert keine einzelne VM, Anwendung oder Instanz Ressourcen und behindert die Leistung anderer.

Der Begriff ist aber nicht erst seit dem Aufkommen der Cloud-Dienste bekannt, sondern wurde bereits im Bereich des Shared Hosting und anderen Bereichen der Ressourcenteilung geprägt.

Diese Definition wurde zuletzt im September 2020 aktualisiert

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