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Outbound Marketing

Mitarbeiter: Tim Ehrens

Outbound Marketing ist eine traditionelle Form des Marketings. Bei dieser Art des Marketings initiiert ein Unternehmen den Kontakt mit potenziellen Kunden und versorgt sie mit entsprechenden Werbebotschaften. Beispiele für Outbound-Marketing-Methoden sind die Kaltaquise per Telefonanruf oder per E-Mailing / Spamming, Direktwerbung, Plakataktionen, Event-Sponsoring, Messepräsentationen, Werbung über TV, Radio, Print und Online oder über direkten Personenkontakt.

Nachdem mit diesen Methoden neue Kontakte – im Fachjargon Leads - erzeugt wurden, liegt es in der Regel in der Verantwortung eines Verkäufers des Unternehmens, die Geschäftsbeziehungen mit diesen potentiellen Kunden zu pflegen und zu entwickeln.

Outbound Marketing lässt sich plakativ formuliert auch als Rundumschlagmethode interpretieren: Beim Outbound Marketing werfen Unternehmen ein großes Netz aus und hoffen, Kunden zu gewinnen, indem sie ihnen immer wieder Botschaften aufdrängen - ohne zu wissen, ob die Kunden diese Nachrichten auch empfangen möchten. Dies wird im englischen Sprachgebrauch häufig als „spray and pray“ -Methode der Vermarktung bezeichnet, also als ungezieltes Dauerfeuer, dem potentielle Kunden ausgesetzt sind. Das Unternehmen unterbricht den Aktivitätsfluß einer Person, um von ihm Aufmerksamkeit zu bekommen und seine Nachricht loszuwerden.

Natürlich hat man sich bemüht, einige der missbräuchlichsten Verwendungsmöglichkeiten von Outbound Marketing zu bremsen. So schreibt das Telemediengesetz Unternehmen vor, kommerzielle E-Mails eindeutig als solche zu kennzeichnen und Opt-out-Optionen für Einzelpersonen anzubieten.

Die Vertrautheit von Konsumenten mit Outbound Marketing kann für ein Unternehmen positiv und negativ sein. Outbound Marketing kann die Markenbekanntheit ebenso steigern wie Verbraucher vor den Kopf stoßen und abschrecken.

Outbound Marketing hat mehrere Nachteile: Da sind einmal die hohen Kosten für die Erstellung, Bereitstellung und Verbreitung der Nachrichten für ein breites Publikum, von dem viele kein Interesse an seinen Inhalten haben. Die Nachrichten werden zudem von uninteressierten Empfängern leicht ignoriert, was die Wirksamkeit des Outbound Marketing stark begrenzt. Bei der kontäreren Marketing-Methode – Inbound Marketing – sind die Chancen größer, die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums zu bekommen.

Zudem lassen sich Vorlieben und Feedback einer Person beim Inbound Marketing durch Methoden wie E-Mail-Klicks und Online-Besuche messen. Inbound Marketing bietet außerdem mehr Möglichkeiten für gute Kundendaten, da Leads aktiv Online-Inhalte suchen und damit bereits ihr Interesse an den Produkten oder Dienstleistungen eines Unternehmens gezeigt haben, bevor sie eine Beziehung mit dieser Firma eingehen.

Outbound Marketing hat aber durchaus positive Seiten, wenn man es gezielt verbessert. So kann Outbound Marketing effektiver werden, wenn man über zuverlässige Daten verfügt. Allerdings sind diese Informationen in der Regel nur teuer zu bekommen und werden nicht viral, über soziale Medien oder andere Formen der Online-Kommunikation verteilt.  Die laufenden Kosten für Outbound Marketing in der Regel gering, weil die Unternehmen nicht ständig neue Materialien anschaffen müssen, um ihre Botschaften zu übermitteln. Leads können außerdem an jeden und überall hin gerichtet werden, was und wen auch immer ein Unternehmen bevorzugt.

Die Einwegkommunikation von Outbound Marketing erlaubt leider keine unmittelbare Rückmeldung von den Leads, womit Unternehmen kaum erfahren können, ob ihre Strategien beim Publikum auf Resonanz treffen. Um Feedback zu erhalten, führen Unternehmen deshalb oft Umfragen durch und beschäftigen Fokusgruppen unter Aufwendung von Zusatzkosten und mit unterschiedlichen Effizienz-Levels.

Diese Definition wurde zuletzt im Februar 2017 aktualisiert

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