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Definition

Pareto-Diagramm

Eine Pareto-Diagramm oder auch ein Verteilungsdiagramm nach Pareto ist in der Regel ein vertikaler Graph mit Säulen. Von links nach rechts werden darauf Werte in einer abnehmenden Häufigkeit aufgezeichnet. Pareto-Diagramme sind besonders nützlich bei der Analyse von Problemen. Je höher eine Säule ist, desto häufiger tritt ein bestimmtes Problem auf. Dadurch lässt sich schnell herausfinden, welche Werte den größten zusammengenommenen Effekt auf ein System haben.

Ein Pareto-Diagramm ist eine grafische Darstellung des so genannten Pareto-Prinzips. Es besagt, dass 80 Prozent des Ergebnisses in einer bestimmten Situation mit 20 Prozent des gesamten Aufwands erreicht werden können.

Das Pareto-Diagramm ist eines der wichtigsten Werkzeuge zur Qualitätskontrolle. Die unabhängigen Werte auf dem Diagramm werden auf der horizontalen Achse eingetragen, während die abhängigen Werte als Höhe der Säulen eingetragen werden. Ein Graph, der die zusammengerechnete relative Häufigkeit zeigt, wird über den Säulen eingezeichnet. Weil die Werte auf diesem Graphen in der Reihenfolge ihrer relativen Häufigkeit eingetragen werden, lässt sich klar erkennen, welche Faktoren den größten Einfluss haben und worauf sich Firmen am stärksten konzentrieren sollten, um das größte Ergebnis zu erzielen.

Ein Pareto-Diagramm kann etwa dazu benutzt werden, schnell herauszufinden, auf welche Probleme sich ein Unternehmen konzentrieren sollte. Durch den Einsatz von Daten aus der Praxis statt auf der Basis von Intuition, wird deutlich, welche Probleme eine bestimmte Situation am stärksten beeinflussen. In einem Beispiel hat ein auf Kleidung spezialisierter Einzelhändler einen kontinuierlichen Rückgang des Geschäfts verspürt. Bevor der Filialleiter eine Umfrage bei den Kunden durchführen ließ, ging er davon aus, dass sie mit der verkauften Kleidung unzufrieden sind, so dass er seine Zulieferer für die Probleme verantwortlich machte.

Nachdem die angegebenen Probleme jedoch auf einem Pareto-Diagramm eingezeichnet worden waren, wurde deutlich, dass die tatsächlichen Gründe für den Rückgang des Umsatzes nicht auf die Zulieferer zurückgeführt werden konnten. Durch das Sammeln von Daten und Eintragen in einem Pareto-Diagramm konnte der Filialleiter sofort sehen, welche Gründe den größten Einfluss hatten. In diesem Beispiel waren etwa Probleme beim Parken, unfreundliches Personal und eine schlechte Beleuchtung die wichtigsten Gründe für die ausbleibenden Kunden. Gemäß dem Pareto-Prinzip sind dies auch genau die Bereiche, auf die er sich am stärksten konzentrieren musste, um das Geschäft wieder anzukurbeln.

Diese Definition wurde zuletzt im November 2019 aktualisiert

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