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Definition

Pipe

In der Computer-Programmierung bezeichnet man eine Pipe als eine Technik, um Informationen von einem Programmprozess zu einem anderen zu übertragen. Das gilt im Speziellen für UNIX- und Linux-Betriebssysteme. Anders als bei IPC (Interprocess Communication) ist eine Pipe eine Einwegkommunikation. Vereinfacht gesagt gibt eine Pipe einen Parameter wie den Output oder die Ausgabe eines Prozesses an einen anderen weiter. Dieser zweite Prozess nimmt den aus der Pipe kommenden Output als Input (Eingabe) an. Das System speichert die Informationen der Pipe temporär zwischen, bis diese vom empfangenen Prozess aufgenommen und ausgelesen sind.

Verwenden Sie eine UNIX- oder Linux-Shell (oft auch Kommandozeile genannt), wird eine Pipe in Form von einer simplen vertikalen Linie (|) spezifiziert. Sie befindet sich einfach zwischen zwei oder mehreren Befehlssequenzen. Der Output der ersten Sequenz wird dann als Input für die zweite verwendet. Innerhalb eines Programms wird der Pipe-System-Aufruf recht ähnlich eingesetzt.

Wollen Sie eine Kommunikation in zwei Richtungen für Prozesse realisieren, können Sie dafür zwei Pipes einsetzen. Jede wäre dann für eine Richtung zuständig sein. Ein Limit für den Einsatz von Pipes bei IPC ist, dass Pipes einen gemeinsamen Elternprozess besitzen müssen. Entweder ist das ein gemeinsamer offener oder Anfangsprozess und sie existiert als Resultat eines Fork-System-Aufrufs eines Elternprozesses.

Eine Pipe besitzt eine feste Größe und ist in der Regel mindestens 4096 Bytes groß.

 

Diese Definition wurde zuletzt im August 2014 aktualisiert
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