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Red Hat Atomic Host

Mitarbeiter: Jack Wallen

Red Hat Atomic Host ist eine Variante des von Red Hat unterstützten Open-Source-Betriebssystems Enterprise Linux (RHEL), das für das Hosten von Containern konzipiert ist. Mit vollständigem Namen heißt das System Red Hat Enterprise Linux Atomic Host, in der Regel wird es jedoch vereinfachend Red Hat Atomic, Atomic Host oder RHAH genannt.

Das Project Atomic ist eine Upstream-Sammlung von Open Source Container-Betriebssystem-Technologien, die Atomic Host umfasst. Atomic Host arbeitet sowohl mit Red Hat als auch mit Fedora und CentOS Linux. Red Hat ist ein etablierter Anbieter des Betriebssystems Linux mit einem Interesse an langfristigen Beziehungen zu Konzernkunden. Red Hat Atomic Host ist für Kunden von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) verfügbar, die Versionen werden dabei synchron gehalten. Außerdem können Anwender von Red Hat OpenShift ihre Version von OpenShift mit der passenden Version von RHAH verbinden, um eine maximale Kompatibilität und Automatisierung sicherzustellen.

Der Ansatz von Project Atomic ist ausgelegt auf hoch skalierbare Workloads und eine große Anzahl von im Wesentlichen identischen verteilten Maschinen. Red Hat Atomic Host bettet Docker, Atomic, etcd, Flanell und andere Container-Tools in das Betriebssystem ein. Bibliotheken und Pakete, die für Containeroperationen unnötig sind, sind nicht im Betriebssystem enthalten, was es leicht und effizient macht.

Bereitstellen von Red Hat Atomic Host

Red Hat Atomic Host kann auf physischer Hardware, zertifizierten Hypervisoren wie Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) und VMware vSphere sowie auf einer Private- oder Public-Cloud-Infrastruktur wie Amazon Web Services (AWS) und Google Cloud Platform eingesetzt werden. Es enthält ein schreibgeschütztes Dateisystem, weniger Pakete als RHEL und einen einzigen Befehl - atomic - zur Verwaltung von Host-Änderungen. Systeme mit Red Hat Atomic Host sind im Gegensatz zu RHEL für flüchtige und hochautomatisierte Implementierungen konzipiert; die individuelle Anpassung und Kontrolle des Hosts sind dabei begrenzt.

Updates für das Red Hat Atomic Host OS können in einem Schritt über den Atomic Managementbefehl heruntergeladen und bereitgestellt werden, der ein einfaches Aktualisieren und Zurücksetzen von Änderungen ermöglicht. Wenn ein Image aktualisiert wird, bleibt die vorherige Version für den Rollback erhalten, aber es gibt keine Vermischung von zwei Versionen.

Project Atomic, sei es in Red Hat Atomic Host oder anderen Versionen, ist eines von vielen Betriebssystemen, das für Container optimiert ist. Weitere Beispiele sind:

Um Atomic Host zum Laufen zu bringen, muss ein Administrator ein Image von Atomic Host herunterladen, die virtuelle Maschine (VM) mit dem Tool Virt Manager von Red Hat sowie eine Metadaten-ISO erstellen und die init.iso an die virtuelle Maschine anhängen. Anschließend muss er die Container-Orchestrierungslösung Kubernetes aktivieren und schließlich die Kommunikation zwischen Containern aktivieren. Es gibt auch andere Installationsoptionen: So kann zum Beispiel ein AWS-Kunde die neueste Version von RHAH über ein Amazon Machine Image bereitstellen.

Red Hat bietet Betriebssystem- und App-Management-Technologien für die Barebone Atomic-Distribution, darunter einen RHEL Atomic Tools Container für Debugging-Anforderungen und eine Package-Layer-Technologie zur Containerisierung von persistenten und abhängigkeitsgeladenen Anwendungen. So kann beispielsweise ein Benutzer das VMware Tools-Paket installieren, so dass Atomic Host in VMware-Umgebungen besser und schneller läuft.

Hinweis: Red Hat hat zeiweise an einer Technologie mit dem Namen Atomic Enterprise Platform gearbeitet, die nie veröffentlicht wurde. Die Atomic Enterprise Platform war ein OpenShift-Projekt und stand in keiner Beziehung zu Atomic Host.

Diese Definition wurde zuletzt im Juli 2019 aktualisiert

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