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Resource Description Framework (RDF)

Mitarbeiter: Irene Driessen, Simon Smith

Das Resource Description Framework (RDF) ist ein allgemeines Framework dafür, wie man eine beliebige Internet-Ressource – etwa eine Website und deren Inhalt - beschreibt. Ursprünglich wurde RDF vom World Wide Web Consortium (W3C) als Standard zur Beschreibung von Metadaten konzipiert. Mittlerweile gilt RDF als ein grundlegender Baustein des semantischen Web.

Eine RDF-Description für die Beschreibung von Metadaten – also Daten über Daten – kann zum Beispiel die folgenden Informationen beinhalten: die Autoren der Ressource, das Datum der Erstellung oder Aktualisierung, die Organisation der Seiten eines Webangebots (Sitemap), Informationen, die Inhalte in Bezug auf die Besucher oder die Bewertung von Inhalten beschreiben, Stichwörter für Suchmaschinen und Themenkategorien.

Das Resource Description Framework ermöglicht es allen Nutzern, Websites und andere Beschreibungen leichter miteinander zu teilen. Darüber hinaus erlaubt es RDF Softwareentwicklern, Produkte zu generieren, die Metadaten verwenden, um bessere Suchergebnisse und Verzeichnisse zur Verfügung zu stellen, als intelligente Agenten zu handeln und Webbenutzer mehr Kontrolle darüber zu geben, was sie sehen. RDF ist die Anwendung einer anderen Technologie, der Extensible Markup Language (XML) und wurde unter der Schirmherrschaft des W3C entwickelt.

Bestimmte Metadaten für Website-Ressourcen werden bereits angeboten, wenn man die Hypertext Markup Language (HTML) verwendet. Als wir zum Beispiel diese Seite geschrieben haben, haben wir HTML-Anweisungen hinzugefügt, die eine Beschreibung des Inhalts dieser Definition enthalten (das Meta-Tag hierfür ist description). Diese wird von Suchmaschinen für die Indizierung verwendet. Meta-Tags sind normalerweise für Website-Besucher unsichtbar, außer man klickt auf diese Seite und dann mit der rechten Maustaste auf „Seitenquelltext anzeigen“.

Weniger formal ausgedrückt: Bei der Angabe „Diese Definition wurde zuletzt im XXX aktualisiert“ am Ende dieser Definition handelt es sich ebenfalls um Metadaten – also Daten, die Ihnen etwas über die Daten oder Inhalte auf dieser Seite mitteilen. Dies sind nur einige Beispiele von vielen möglichen, bestehenden und zukünftigen Ressourcenbeschreibungen, die für Webressourcen erforderlich sind.

Der ursprüngliche Entwurf von RDF basiert auf dem vom W3C bereits seit längerem als Standard verabschiedeten PICS-Framework (Platform for Internet Content Selection). RDF gilt als Nachfolger von PICS, unter anderem deshalb, weil es mit allen Daten umgehen kann, die ein PICS-1.1-Label enthält.

Einige Vorteile von RDF sind:

  • RDF fördert die Bereitstellung von Metadaten über Internet-Ressourcen, indem es ein einheitliches Framework anbietet.
  • Da RDF eine Standard-Syntax zum Beschreiben und Abfragen von Daten verwendet, ist Software, die Metadaten nutzt, einfach und schnell zu entwickeln.
  • Die Standard-Syntax und -Abfragefunktion ermöglicht es Anwendungen, Informationen leichter auszutauschen.
  • Suchanfragen liefern genauere Ergebnisse, wenn sie auf Metadaten anstatt auf Indizes aus Volltextsammlungen basieren.
  • Intelligente Softwareagenten können auf genauere Daten zugreifen.

Wie RDF funktioniert

Eine Internet-Ressource ist als Ressource mit einem Uniform Resource Identifier (URI) definiert. Dazu gehört auch der Uniform Resource Locator (URL), der ganze Websites sowie bestimmte Webpages identifiziert. Wie bei HTML Meta-Tags können die RDF-Beschreibungen als Teil des Extensible Markup Language (XML) Abschnitts innerhalb einer Webseite (also der HTML-Datei) oder in separaten Dateien enthalten sein.

RDF ist eine formale W3C-Empfehlung. Das bedeutet, dass es für die allgemeine Verwendung einsatzfähig ist. Eine zweite W3C-Empfehlung schlägt ein System vor, in dem die Beschreibungen für einen bestimmten Zweck (zum Beispiel alle Beschreibungen bezüglich Sicherheit und Privatsphäre) eine Klasse solcher Beschreibungen konstituieren soll – wobei Klasse ähnlich wie in der objektorientierten Programmierung (OOP) und Datenmodellierung zu verstehen ist.

Solche Klassen können in ein Schema oder eine Hierarchie von Klassen passen, mit Subklassen einer Klasse, welche die Beschreibungen der gesamten Klasse erben können. Das Schema der Klassen würde es ersparen, Beschreibungen zu wiederholen, da eine einzige Referenz auf eine Klasse, von der eine bestimmte RDF-Beschreibung ein Teil ist, genügt. Das Schema oder die Beschreibung der Sammlung von Klassen könnte selbst in RDF-Sprache geschrieben werden.

Diese Definition wurde zuletzt im April 2018 aktualisiert

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