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Definition

Schenkökonomie

Mitarbeiter: Matthew Haughn

Schenkökonomie (Gift Economy) nennt man eine Wirtschaftsform, bei der Dienstleistungen oder Waren ohne eine Vereinbarung über eine angemessene Bezahlung oder einen entsprechenden Warentausch abgegeben werden.

Anstelle des monetären Gewinns basieren Schenkökonomien auf immateriellen Belohnungen, zum Beispiel einem Gefühl von Gemeinschaft, Ehre oder Prestige. Die Idee ist, dass, obwohl Geschenke nicht direkt erwidert werden, dies zu einer breiten Beteiligung an einem System führt, in dem Menschen entsprechend ihrer Fähigkeiten etwas geben und ihren Bedürfnissen entsprechend erhalten.

Schenkökonomien können auch auf Gegenseitigkeit beruhen oder eine Rückgabe des ursprünglichen Geschenks erfordern. In diesen Fällen verschwimmen die Unterschiede zwischen einer Schenkökonomie, Sharing Economy und Tauschwirtschaft (Tauschökonomie). Die Konzepte schließen sich jedoch nicht gegenseitig aus. Menschen nehmen oft an allen drei Wirtschaftsmodellen gleichzeitig teil, ohne wirklich darüber nachzudenken.

In der Informationstechnologie (IT) ist die Open-Source-Bewegung ein Beispiele für die Prinzipien der Schenkökonomie. Open-Source-Software wird zum Beispiel in der Regel über öffentliche Zusammenarbeit entwickelt und frei zur Verfügung gestellt.

Es kann argumentiert werden, dass die Schenkökonomie die erste Wirtschaftsform überhaupt war. Prähistorische soziale Gruppen arbeiteten zusammen, um die nachwachsende Generation in einer locker wechselseitigen Schenkökonomie zu ernähren und zu versorgen.

Im folgenden Video diskutieren der Ökonomen James Quilligan und Charles Eisenstein, Autor der Sacred Economics, über Schenkökonomien (in Englisch):

Diese Definition wurde zuletzt im Januar 2019 aktualisiert

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