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Definition

Serendipität

Im Allgemeinen beschreibt Serendipität den Vorgang, etwas Wertvolles oder Entzückendes zu finden, wenn man nicht danach sucht. In der Informationstechnologie spielt Serendipität oft eine Rolle, um zu erkennen, ob ein neues Produkt benötigt wird oder bei der Lösung eines Designproblems. Surfen im Web kann eine Gelegenheit für Serendipität sein, da Sie manchmal auf eine wertvolle oder interessante Seite stoßen, wenn Sie nach etwas anderem suchen.

Der Begriff wurde vom englischen Schriftsteller Horace Walpole am 28. Januar 1754 in einem Brief an Horace Mann geprägt. Er schrieb ihn einem „albernen Märchen“ zu, das er einmal las mit dem Titel: „Die drei Prinzen von Serendip“.

Dem Märchen zufolge segelten drei persische Prinzen zum „Land der Seide“, einer Insel namens Serendip, um ihr Glück zu machen. (Heute ist die Insel als Sri Lanka bekannt.) Unterwegs machten die Prinzen viele wunderbare und entzückende Entdeckungen über die Insel und lernten Dinge, die sie nie erwartet hatten. Dazu gehörte angeblich die Entdeckung, dass ein Maultier, das auf der gleichen Straße wie die beiden unterwegs war, auf dem rechten Auge erblindet war. Dies entdeckten sie, als sie bemerkten, dass das Gras nur auf der linken Seite der Straße abgefressen wurde.

Der Begriff wird auch manchmal dazu verwendet, um „die Zufälligkeit des Schicksals“ zu erklären, wie etwa „was auch immer heute auf meinem Desktop erscheinen wird“. Allerdings wird betont, dass es sich bei Serendipität nicht einfach nur um einen glücklichen Zufall handelt, sondern intelligente Schlussfolgerungen und eine bestimmte Findigkeit dem jeweiligen „Entdecker“ zuschreibt. Beispiele für solche Geschehnisse sind die Entdeckung Amerikas, der Röntgenstrahlung, des Penizillins, des Sekundenklebers oder des Teebeutels.

Diese Definition wurde zuletzt im August 2019 aktualisiert

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