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Definition

SmartScreen

Mitarbeiter: Matthew Haughn

SmartScreen ist der Name einer Sicherheitslösung von Microsoft, die verdächtige und bösartige Webseiten, Anwendungen und Dateien erkennen und blockieren soll.

Die Software überprüft die Sicherheit von Webseiten und Downloads. Außerdem stoppt sie Malware-Angriffe und Phishing-Versuche. Erstmals wurde sie mit dem Internet Explorer 8 eingeführt, der damals noch ein Teil von Windows 7 war. SmartScreen nutzt eine Whitelist mit vertrauenswürdigen Adressen, die aus Surfdaten anderer SmartScreen-Nutzer erstellt wird.

Die mit Windows 8 eingeführte Version von SmartScreen ist aber nicht mehr nur im IE, sondern auch in anderen Teilen des Betriebssystems aktiv. Auch das aktuelle SmartScreen bewertet die Vertrauenswürdigkeit einer Software auf der Basis von Daten anderer SmartScreen-Nutzer, die das jeweilige Programm ebenfalls schon eingesetzt haben oder es noch einsetzen. Die dabei erstellte Whitelist enthält IP-Adressen, Dateinamen und Hash-Werte aller Programme, die Nutzer mit aktiviertem SmartScreen verwenden. Downloads schützt SmartScreen sowohl unter dem Internet Explorer sowie jetzt natürlich Microsoft Edge, aber auch unter Google Chrome und Mozilla Firefox.

Obwohl die Technik aus Sicherheitssicht durchaus ihre Vorteile hat, wird sie vor allem aus Datenschutzgründen kritisiert. Ihr wird unter anderem vorgeworfen, dass sie eine zu große Kontrolle über das System des Anwenders ausübt. Außerdem wirkt sie sich negativ auf weniger bekannte, aber harmlose Programme aus, bei deren erstem Start eine irritierende Warnmeldung erscheint. Unabhängige Entwickler sehen das auch als absichtliche Behinderung des Wettbewerbs an. Andere vergleichen SmartScreen mit einer vorinstallierten Malware, da sie viele ihrer Verhaltensweisen (zum Beispiel die Überwachung der besuchten Webseiten und der installierten Anwendungen) an Spyware erinnern.

Diese Definition wurde zuletzt im September 2019 aktualisiert

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