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Social Media (soziale Medien)

Mitarbeiter: Ivy Wigmore

Social Media, zu Deutsch: soziale Medien, ist ein Sammelbegriff für Online-Kommunikationskanäle, die sich gemeinschaftlichen Beiträgen, Interaktionen, Content-Sharing und der Zusammenarbeit widmen. Dazu gehören unter anderem Webseiten und Anwendungen für Foren, Mikroblogging, Social Networking, Wikis, Social Bookmarking und Social Curation.

Nachfolgend einige der bekanntesten Social-Media-Plattformen:

  • Facebook ist eine beliebte kostenlose Social-Networking-Seite, die es ihren registrierten Benutzern erlaubt, ein eigenes Profil über sich selbst anzulegen. Sie können Fotos und Videos hochladen, Nachrichten posten und auf diese Art mit Freunden, Familie und Kollegen in Kontakt bleiben.
  • Twitter ist ein kostenloser Mikroblogging-Service, mit dem seine Mitglieder kurze Beiträge, den so genannten Tweets, absetzen können. Die Twitter-Mitglieder können eigene Tweets verschicken und die Tweets anderer Benutzer verfolgen. Die Nutzung ist auf verschiedenen Systemen und Geräten möglich.
  • Google+ (ausgesprochen Google plus) ist das Social-Networking-Projekt von Google, das so angelegt wurde, dass es die Offline-Welt der menschlichen Interaktionen repliziert. Damit will sich diese Plattform von den anderen Social-Media-Diensten abgrenzen.
  • Wikipedia ist eine Online-Enzyklopädie mit kostenlosen Inhalten. Diese entstehen durch die Arbeit der eingetragenen User, den sogenannten Wikipedians. Das heißt, jeder, der bei Wikipedia registriert ist, kann Artikel erstellen und publizieren. Falls man vorhandene Artikel nur bearbeiten will, muss man sich aber nicht registrieren. Gegründet wurde Wikipedia im Januar 2001.
  • LinkedIn ist eine Social-Networking-Seite, die speziell für die Business-Welt entwickelt wurde. Das Ziel der Plattform ist es, berufsbezogene Netzwerke mit Personen aufzubauen und zu pflegen, die man kennt und denen man vertraut.
  • Reddit ist eine Social-News-Webseite und ein Social-Curation-Forum. Die Mitglieder, also die sogenannten Redditors, erstellen auf dieser Seite Artikel, die von den anderen Mitgliedern promotet werden können. Die Webseite besteht aus Hunderten von Untergruppen, den sogenannten Subreddits. Jeder Subreddit deckt ein bestimmtes Thema ab, wie Technik, Politik oder Musik. Die von den Redditors erstellten Artikel werden von den anderen Mitgliedern beurteilt. Ziel ist es, nach Möglichkeit viele gute Noten zu bekommen, damit der Beitrag an der Spitze der Haupt-Webseite landet.
  • Pinterest ist eine Social-Curation-Webseite zum Teilen und Kategorisieren von Online-Bildern. Pinterest verlangt zwar einen kurzen Bildtext, doch der Schwerpunkt der Webseite sind Bilder. Wenn man auf ein Bild klickt, gelangt man zur ursprünglichen Quelle des Bildes. Klickt man beispielsweise auf ein Paar Schuhe, so könnte man auf eine Webseite geleitet werden, auf der man diese Schuhe kaufen kann, ein Bild von Blaubeerpfannkuchen könnte zu einer Seite mit dem Backrezept führen und das Bild von einem Vogelhäuschen könnte mit der entsprechenden Bauanleitung verknüpft sein.

Brian Solis erstellte folgende Social-Media-Karte, bekannt als das Konversationsprisma, um Social Sites und Services in verschiedene Arten von Social Media zu kategorisieren:

Brian Solis Social-Media-Karte

Mit der weiteren Ausbreitung der Social-Media-Webseiten und deren Anwendungen wird Social Media zu einem integralen Bestandteil des Online-Lebens. Die meisten konventionellen Online-Medien enthalten heute Social-Media-Komponenten, wie Kommentarfelder für die Leser. Im Geschäftsumfeld wird Social Media in der Werbung, im Marketing, in der Kundenkommunikation und zum allgemeinen Ausbau des Unternehmens genutzt.

Unter Social Media Analytics versteht man das Sammeln und Analysieren von Daten aus Blogs und Social-Media-Webseiten, um darauf aufbauend Geschäftsentscheidungen zu treffen. Die häufigste Nutzung von Social Media Analytics ist das Herausfinden von Stimmungstrends unter den Kunden. Dieses ist ein wesentliches Hilfsmittel für Marketing- und Kundendienstaktivitäten.

Social Media Marketing verwendet Social Networking um das Branding und die Kundenbasis eines Unternehmens zu erweitern. Hierzu werden interessante Botschaften generiert, damit möglichst viele Nutzer diese Inhalte in ihren jeweiligen sozialen Netzwerken teilen.

Eine der Schlüsselkomponenten von Social Media Marketing ist Social-Media-Optimierung (SMO). Genau wie bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) dient auch SMO der Gewinnung neuer Besucher auf der eigenen Webseite. Es gibt zwei verschiedene Arten von SMO. Erstens, die Postings werden mit entsprechenden Social-Media-Links versehen, zum Beispiel RSS-Feeds oder Teilen-Buttons. Zweitens, durch eigene Aktivitäten auf den Social-Media-Seiten, zum Beispiel in Form von Status-Updates, Tweets oder Blog-Posts.

Social Customer Relationship Marketing (CRM) kann sehr leistungsfähig sein. Zum Beispiel kann man mit einer eigenen Facebook-Seite die Nutzer einladen, diese Seite zu liken. Damit bestätigen sie, dass sie das Unternehmen, die Produkte und das Geschäft gut finden. Außerdem entsteht damit ein Ort für Kommunikation, Marketing und zum Networking. Die Social-Media-Seiten haben den großen Vorteil, dass man die gesamte darauf ablaufende Kommunikation in Echtzeit nicht nur beobachten, sondern darüber hinaus auch umgehend darauf reagieren kann.

Für Kunden ist Social Media eine einfache Möglichkeit, einem Unternehmen und der Allgemeinheit die eigenen Erfahrungen mit der Firma oder deren Produkte mitzuteilen. Egal, ob diese gut oder schlecht sind. Das Unternehmen kann auch schnell auf Positives oder Negatives reagieren. Es kann sich auch umgehend alle aufkommenden Kundenprobleme annehmen und damit das Kundenvertrauen erhalten beziehungsweise wiederaufbauen.

Beim Enterprise Social Networking geht es darum, Personen zu finden und zu verbinden, die ähnliche Geschäftsinteressen oder -aktivitäten haben. Unternehmensintern helfen diese Tools den Mitarbeitern, alle Informationen und Ressourcen zu bekommen, die sie für eine effizientere Arbeit benötigen. Außerhalb des Unternehmens ermöglichen die allgemein verfügbaren Social-Media-Plattformen die Pflege einer engen Kundennähe. Ein weiterer Punkt ist, dass damit auch Untersuchungen über die Verbesserung der Geschäftsprozesse und die Betriebsabläufe möglich sind.

Social Media wird häufig auch zum Crowdsourcing verwendet. Dabei können die Kunden auf den Social-Networking-Seiten Ideen für zukünftige Produkte oder Verbesserungen an aktuellen Produkten posten. Zum Crowdsourcing von IT-Projekten gehören in der Regel eine Überlappung von Business- und IT-Services sowie ein Mix aus internen und externen Anbietern. Hinzu kommt häufig der Input von Kunden und/oder der allgemeinen Öffentlichkeit.

Andererseits kann die Integration von Social Media in Unternehmen besondere Herausforderungen darstellen. In Social Media Policies müssen daher allgemeine Erwartungen und ein angemessenes Verhalten im Bereich Social Media definiert werden. Damit wird sichergestellt, dass die Aktivitäten der Mitarbeiter zum Beispiel keine rechtlichen Probleme für das Unternehmen hervorrufen. In diesen Richtlinien ist zum Beispiel auch festgelegt, unter welchen Umständen sich ein Mitarbeiter auf einer Social-Networking-Seite als Vertreter des Unternehmens identifizieren soll und welche Informationen er dort posten darf.

Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2018 aktualisiert

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