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Spieltheorie

Die Spieltheorie untersucht mit Unterstützung von mathematischen Modellen Verhandlungen, Konflikte und die Zusammenarbeit zwischen Individuen, Organisationen und Regierungen. Die Studie hat direkte Anwendungen in der Vertragstheorie, Wirtschaft, Soziologie und Psychologie.

Die Spieltheorie wird in verschiedenen Studienbereichen angewandt, um zu verstehen, warum ein Individuum eine bestimmte Entscheidung trifft und wie sich die von einem Individuum getroffenen Entscheidungen auf andere auswirken. Die Anwendung von spieltheoretischen Konzepten und Techniken auf Aktivitäten außerhalb des Spiels wird als Gamification bezeichnet.

Die spieltheoretische Forschung umfasst Studien zu Interaktionen zwischen Menschen oder Gruppen von Menschen. Da die Menschen eine immer größere Anzahl und Vielfalt von Technologien nutzen, um die gewünschten Ziele zu erreichen, kann die Spieltheorie direkt in Bereichen wie der Vertragstheorie und indirekt in praktischen Bereichen wie im Ingenieurwesen, der Informationstechnologie sowie Informatik angewandt werden.

Die Spiele können von einfachen persönlichen oder Kleingruppen-Begegnungen oder Problemen bis hin zu umfangreichen Konfrontationen zwischen Unternehmen oder Supermächten reichen. Eines der Hauptziele der Spieltheorie ist es, die optimale Strategie für den Umgang mit einer gegebenen Situation oder Konfrontation zu bestimmen.

Dies kann Ziele wie die Maximierung der eigenen Gewinne, die Maximierung der Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ziel erreicht werden kann, die Minimierung der eigenen Risiken oder Verluste oder das Zufügen des größtmöglichen Schadens an den Gegner beinhalten.

Die Spieltheorie wurde zuerst von John von Neumann entwickelt. Später kamen Beiträge von John Nash, A. W. Tucker und anderen hinzu.

Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2020 aktualisiert

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