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Definition

Superposition

Mitarbeiter: Jon Kim

Die sogenannte Superposition ist die Fähigkeit eines Quantensystems sich gleichzeitig in mehreren Zuständen zu befinden. Diese Situation ändert sich erstaunlicherweise erst dann, wenn sie gemessen wird.

Die dahinter stehende Theorie ist relativ schwer zu verstehen. Um sie leichter zugänglich zu machen, hat der englische Physiker Thomas Young bereits 1801 ein Experiment entwickelt. Sein bekanntes Doppelspaltexperiment sollte belegen, dass sich Licht in Wellen verbreitet. Auch heutzutage wird es noch immer wieder eingesetzt, um Menschen zu demonstrieren, dass Elektronen sich wie Wellen verhalten und bei ihrer Bewegung für Interferenzen sorgen können.

Bei dem Experiment wird ein Lichtstrahl auf eine Barriere mit zwei Spalten gerichtet. Das Licht scheint dann durch die Spalten. Das dahinter entstehende Muster wird mit Hilfe einer photographischen Platte dargestellt. Wenn eine der beiden Spalten zugedeckt wird, verhält sich das entstehende Muster wie erwartet: Das Licht erzeugt eine Linie, die mit dem offenen Spalt übereinstimmt.

Die meisten Menschen erwarten anschließend, dass das durch die Lichtstrahlen erzeugte Muster aus zwei Linien besteht, wenn beide Spalten geöffnet werden. Das entspricht aber nicht dem, was passiert. Stattdessen zeigt die photographische Platte, dass sich die Lichtstrahlen in mehrere hellere und dunklere Linien in unterschiedlichen Stärken aufteilen. Wellen- beziehungsweise Interferenzmuster entstehen.

Auf diese Weise kann gezeigt werden, dass es zwischen den einzelnen Lichtstrahlen zu Interferenzen kommt, wenn sie die Spalten durchqueren. Eigentlich müssten ja zwei parallele Linien aus Licht zu erkennen sein. Die Photonen gehen aber nicht nur durch die Spalten. Gleichzeitig unternehmen sie zahlreiche Abweichungen und Bewegungen auf ihrem Weg bis zu der photographischen Platte.

Um dieses Phänomen besser zu verstehen, wurden weitere Experimente entwickelt, die auch den Weg einzelner Photonen nachverfolgbar machen sollten. Erstaunlicherweise haben diese Messungen jedoch dazu geführt, dass die Abweichungen der Photonen verhindert werden und die Ergebnisse eher den Voraussagen der klassischen Physik entsprechen: Es entstehen zwei helle Linien auf der photographischen Platte, die der Ausrichtung der zwei Spalten in der Barriere entsprechen. Damit wurde die bereits erwähnte Superposition entdeckt. Physiker gehen mittlerweile davon aus, dass sie sich nicht direkt beobachten lässt. Stattdessen ist es nur möglich, die sich aus einer Superposition ergebenden Auswirkungen und Interferenzen darzustellen.

Diese Definition wurde zuletzt im aktualisiert

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