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Terminalemulation

Mitarbeiter: Yotam Fine

Terminalemulation bietet die Möglichkeit, beispielsweise einen PC mit grafischer Benutzeroberfläche wie ein meist älteres, textbasiertes Terminal arbeiten zu lassen. Somit kann ein Anwender auf Programme zugreifen, die eigentlich für die Kommunikation mit einer anderen Terminalart geschrieben wurde. In der Regel ist dabei ein PC involviert. Sehr häufig können PC-Anwender mithilfe so einer Emulation ältere Programme bedienen, die auf einem Mainframe laufen. Terminalemulation setzt in der Regel die Installation eines speziellen Programms auf dem PC voraus. Das gilt auch für einen Server im LAN (Local Area Network), zu dem die Verbindung erfolgen soll.

Hat ein Unternehmen einen Mainframe in Betrieb, dann installiert die IT-Abteilung meist per Standard ein Programm für die Terminalemulation auf allen Workstations oder Servern. Die Mitarbeiter können dann mit Windows oder einem anderen Betriebssystem ganz normal mit den Anwendungen ihres PC arbeiten und gleichzeitig ein Fenster öffnen, womit Sie direkt auf die Mainframe-Anwendungen zugreifen können. Das Programm für die Terminalemulation läuft wie jede andere Anwendung auf der Workstation als separater Task und in seinem eigenen Fenster. Allerdings wird der Inhalt nicht mithilfe eines GUI (Graphical User Interface) angezeigt. Das Fenster mit der Terminalemulation repräsentiert das Betriebssystem des Mainframes oder eben eine Anwendung, die nur Text ausgibt.

Für verschiedene Terminalarten sind verschiedene Emulationen notwendig. Zum Beispiel gibt es das IBM 3270 Display Terminal, das AS/400 5250 Display Terminal oder DECs VT100 Terminal. Das für die Terminalemulation zuständige Programm muss den Datenstrom des Mainframes auf mehreren Kommunikationsebenen interpretieren können. Dazu gehören unter anderem Kontrolle der Datenverbindung und der Sitzung.

 

Diese Definition wurde zuletzt im Dezember 2019 aktualisiert

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