Definitionen durchsuchen :
Definition

User Environment Management (UEM)

Mitarbeiter: Kelly Stewart

User Environment Management (UEM) beschreibt eine Technologie zur vollständigen Verwaltung der Desktop-Erfahrung eines Anwenders.

UEM-Software gibt Administratoren zum Beispiel die Kontrolle über alle Einstellungen, Personas und Zugriffssteuerungen an die Hand, die für die einzelnen Nutzer auf ihren Windows-Desktops individuell gespeichert sind. Darin enthalten sind etwa auch die Einstellungen für die Desktop-Oberfläche, Verzeichnisse und Anwendungen. UEM bietet in der Regel auch eine grafische Benutzeroberfläche für die IT-Zugangsberechtigungen in mehreren Ebenen, begonnen bei einzelnen Anwendern über Gruppen oder Abteilungen bis hin zu einzelnen Anwendungen.

Mit der steigenden Anzahl an Deployments im Bereich der Desktop-Virtualisierung hat sich der Bedarf an UEM-Lösungen erhöht. Hier besteht Regelungs- und Steuerungsbedarf für Sicherheitsvorgaben oder auch erweiterte Rechte wie den Geostandort oder den Mehrbenutzerzugriff.

In der Vergangenheit betraf die Verwaltung durch IT-Abteilungen vor allem die maschinenunabhängigen Benutzerprofile (Roaming User Profiles), die auf einem zentralen Dateisystem die Informationen und Vorgaben oder Benutzerumgebungen zu einem Anwender vorhielten, ohne dass mehrere Benutzerprofile auf die einzelne Festplatte am Arbeitsplatz heruntergeladen werden mussten. Die Verwaltung dieser Profile wurde immer komplexer, je mehr Profile ein Unternehmen einsetzte. Dies schuf eine Marktlücke für Hersteller von Profilverwaltungslösungen. Der Begriff User Management Environment etablierte sich für die Profilverwaltung etwa im Jahr 2007.

UEM-Software extrahiert die Richtlinien, Daten und Einstellungen aus dem Betriebssystem und den zentral verwalteten Anwendungen und speichert diese Informationen in einem individuellen Benutzerprofil. Dieser Vorgang resultiert in einer personalisierten Umgebung für jede Person, die auf ihren Desktop zugreift – sei es virtuell oder physisch.

Einzelne UEM-Merkmale werden inzwischen schon durch einfache Features von Windows selbst bereitgestellt. Diese zu nutzen zwingt Administratoren allerdings in aller Regel zum Einsatz vieler verschiedener Verwaltungskonsolen. Ein zusätzlicher Vorteil von UEM-Lösungen liegt darin, dass gewonnene Daten aus UEM-Analysen zur verbesserten Anpassung der Umgebung an die Anforderungen der Anwender genutzt werden können.

Citrix erwarb für die Implementierung von UEM-Funktionen in XenDesktop und XenApp den Anbieter Norskale und benannte die Software in Workspace Environment Management um, um damit das vorhandene User Profile Management zu komplettieren.

Auch VMware ging den Weg des Zukaufs der Firmen Immidio und RTO Software, woraus der VMware User Environment Manager entstand. Microsoft verfügt über UE-V. Einige der weiteren Anbieter in diesem Segment sind Liquidware Labs, AppiXoft mit dem Produkt Scense Workspace Management, RES mit RES ONE Workspace und Ivanti (vormals LANDesk) mit AppSense.

Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2019 aktualisiert

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close