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WYSIWYG (What you see is what you get)

Ein WYSIWYG-Programm zeigt einem Anwender, wie das voraussichtliche Endprodukt aussehen wird, während zum Beispiel ein Web-Interface oder ein Dokument noch erstellt wird. Die Bezeichnung WYSIWYG ist eine Abkürzung für What you see is what you get, was auf Deutsch in etwa Was Sie sehen, ist was Sie bekommen bedeutet. Ein moderner WYSIWYG-Editor arbeitet damit anders als ein traditionelles Programm wie LaTeX, bei dem der Anwender beschreibende Markup-Codes eingeben muss, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Bei dieser Methode ist es jedoch nicht möglich, sofort Ergebnisse der Arbeit zu sehen.

Der erste bekannte WYSIWYG-Editor war ein Textverarbeitungsprogramm namens Bravo. Es wurde in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Charles Simonyi am Xerox Palo Alto Research Center in Kalifornien entwickelt. Später wechselte Simonyi zu Microsoft nach Redmond, wo Bravo die Basis für zwei sehr bekannte Programme wurde: Word und Excel.

Ein moderner WYSIWYG-Editor für HTML wie Visual Studio Code von Microsoft oder Brackets von Adobe verbirgt auf Wunsch die zugrundeliegenden Markup-Codes und ermöglicht es einem Entwickler damit, so zu arbeiten wie das spätere Endprodukt aussehen soll. Das hat aber nicht nur Vorteile. So kommt es immer wieder vor, dass der Editor von selbst Code einfügt, den er für notwendig hält. Das führt dann zu überladenen und langsam ladenden Seiten. Der Entwickler muss dann doch wieder über Kenntnisse in der verwendeten Markup-Sprache verfügen, um den Code durchzugehen und von allen unnötigen Bestandteilen zu befreien.

Diese Definition wurde zuletzt im März 2020 aktualisiert

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