Definitionen durchsuchen :
Definition

Webanwendung (Webapplikation oder Web-App)

Eine Webanwendung (Webapplikation oder Web-App) ist ein Anwendungsprogramm, das auf einem entfernten Server gespeichert und über das Internet über eine Browser-Schnittstelle bereitgestellt wird.

Webservices sind per Definition Webanwendungen, und viele, wenn auch nicht alle, Websites enthalten Webanwendungen. Laut Jarel Remick, dem Herausgeber von Web.AppStorm, gilt jede Website-Komponente, die eine bestimmte Funktion für den Benutzer ausführt, als Webanwendung.

Webanwendungen lassen sich für eine Vielzahl von Nutzungsszenarien entwerfen und von jedermann verwenden. Zu den häufig verwendeten Webanwendungen gehören zum Beispiel Webmail, Online-Rechner oder E-Commerce-Shops. Auf einige Webanwendungen kann nur mit einem bestimmten Browser zugegriffen werden. Die meisten Webanwendungen sind jedoch unabhängig vom Browser verfügbar.

Wie Webanwendungen funktionieren

Webanwendungen müssen nicht heruntergeladen werden, da der Zugriff auf sie über ein Netzwerk erfolgt. Benutzer können auf eine Webanwendung über einen Webbrowser wie Google Chrome, Mozilla Firefox oder Apple Safari zugreifen.

Damit eine Webanwendung funktioniert, benötigt sie einen Webserver, einen Anwendungsserver und eine Datenbank. Webserver verwalten die Anforderungen, die von einem Client kommen, während der Anwendungsserver die angeforderte Aufgabe erledigt. Eine Datenbank dient zur Speicherung aller benötigten Informationen.

Webanwendungen haben in der Regel kurze Entwicklungszyklen und können mit kleinen Entwicklungsteams erstellt werden. Die meisten Webanwendungen sind in JavaScript, HTML5 oder Cascading Style Sheets (CSS) geschrieben.

Bei der client-seitigen Programmierung werden normalerweise die Sprachen verwendet, die bei der Erstellung des Frontends genutzt werden. Die serverseitige Programmierung dient der Erstellung der Skripte, die eine Webanwendung verwenden wird. Hier kommen häufig Sprachen wie Python, Java und Ruby zum Einsatz.

Einsatzmöglichkeiten

Webanwendungen haben verschiedene Verwendungsmöglichkeiten. Mit diesen sind potenzielle Vorteile verbunden. Zu den allgemeinen Vorteilen von Webanwendungen gehören:

  • Mehrere Benutzer können auf dieselbe Version einer Anwendung zugreifen.
  • Webanwendungen müssen nicht installiert werden.
  • Der Zugriff auf Webanwendungen kann über verschiedene Plattformen erfolgen, wie zum Beispiel über einen Desktop, einen Laptop oder ein Mobiltelefon.
  • Der Zugriff kann über mehrere Browser erfolgen.

Webanwendung im Vergleich zu anderen Anwendungstypen

Im Bereich der mobilen Computer werden Webanwendungen manchmal mit nativen Apps gegenübergestellt, das heißt Anwendungen, die speziell für eine bestimmte Plattform oder ein bestimmtes Gerät entwickelt und auf diesem Gerät installiert werden. Beide schließen sich jedoch nicht gegenseitig aus. Native Apps sind Anwendungen, die in der Regel heruntergeladen und speziell für den Typ des Geräts, auf das sie heruntergeladen werden, entwickelt werden. Native Apps können in der Regel die gerätespezifische Hardware nutzen, wie zum Beispiel GPS oder eine Kamera.

Programme, die beide Ansätze kombinieren, werden manchmal als hybride Anwendungen bezeichnet. Hybride Anwendungen funktionieren ähnlich wie eine Webanwendung, werden aber wie eine native Anwendung auf dem Gerät installiert. Hybride Anwendungen können auch gerätespezifische Ressourcen nutzen, indem sie interne APIs verwenden. Heruntergeladene native Anwendungen können manchmal offline arbeiten, Hybridanwendungen verfügen jedoch nicht über diese Funktionalität. Eine hybride Anwendung wird in der Regel ähnliche Navigationselemente wie eine Webanwendung verwenden, da sie auf Webanwendungen basieren.

Diese Definition wurde zuletzt im April 2020 aktualisiert

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close