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Definition

Webservice

Mitarbeiter: Sarah Lewis

Ein Webservice ist eine Internet-Anwendung, die standardisierte Nachrichtenprotokolle verwendet und über den Webserver eines Dienstleisters zur Verfügung gestellt wird. Der Service lässt sich auf diese Weisen von einem Kunden oder anderen webbasierten Programmen verwenden.

Webservices reichen von großen Serviceangeboten wie Storage-Management oder Customer Relationship Management (CRM) bis zu eingeschränkteren Services wie der Erstellung eines Aktienkurses oder der Prüfung von Angeboten für ein Auktionsobjekt. Gelegentlich wird dafür auch der Begriff Application Service verwendet.

Anstatt über einen zentralen Server zuzugreifen, können Benutzer einige Webservices über eine Peer-to-Peer-Verbindung nutzen. Ein Teil der Services kann auch mit anderen Services kommunizieren. Der Austausch von Prozeduren und Daten wird im Allgemeinen durch Software ermöglicht, die als Middleware bekannt ist.

Die Entwicklung von Webservices erfolgte, da alle wichtigen Plattformen auf das Internet zugriffen, die verschiedenen Plattformen aber nicht in der Lage waren, miteinander zu interagieren. Mit Webservices ist dies möglich. Sie hoben Plattformen auf ein neues Level, indem sie Funktionen, Nachrichten, Programme oder Objekte öffentlich zugänglich machten.

Wie Webservices funktionieren

Um die Zusammenarbeit mit verschiedenen Anwendungen zu ermöglichen, werden Webservices unter Verwendung offener Standards und Protokolle entwickelt. Zu den verschiedenen Protokollen, die Webservices verwenden, gehören:

Webservices ermöglichen die Kommunikation zwischen verschiedenen Organisationen oder Anwendungen aus verschiedenen Quellen, ohne dass sensible Daten oder die IT-Infrastruktur gemeinsam genutzt werden müssen. Alle Informationen werden stattdessen über eine programmgesteuerte Schnittstelle über ein Netzwerk ausgetauscht. Diese Schnittstelle kann dann zu einer GUI - wie zum Beispiel einer Webseite - hinzugefügt werden. Auf diese Weise lassen sich Benutzern spezifische Funktionen zur Verfügung stellen. Webservices sind deshalb nicht spezifisch für eine Programmiersprache oder ein Betriebssystem und erfordern keine Verwendung von Browsern oder HTML.

Komponenten eines Webservices

Grundsätzlich muss ein Webservice in der Lage sein, folgende Kriterien zu erfüllen:

  • Ist für Benutzer über das Web zugänglich.
  • Verwendet XML für den Informationsaustausch.
  • Ist aufgrund der Verwendung offener Standards über jede Programmiersprache oder jedes Betriebssystem interoperabel.
  • Ist - unter Verwendung gängiger XML-Semantik - in sich geschlossen und selbstbeschreibend.
  • Ist durch einen gemeinsamen Mechanismus, wie UDDI, auffindbar.

Nutzung von Webservices

Webservices werden für eine Vielzahl von Anwendungen verwendet. Die häufigste Anwendung ist die Wiederverwendung von Code und das Verbinden bestehender Programme. Die Webservicemethode kann auch Entwicklern helfen, Anwendungen in Komponenten zu unterteilen.

Diese können dann für verschiedene Anforderungen verwendet und wiederverwendet werden. So kann zum Beispiel mehr als ein Programm ein Konvertierungswerkzeug oder eine Berichtsfunktion benötigen. Dies ist aufgrund der universellen Kommunikationsprotokolle der Webservices möglich.

Darüber hinaus können Webservices verwendet werden, um Daten zwischen verschiedenen Plattformen zu verbinden. Da alle Anwendungen eine Webservicekomponente enthalten können, kann jedes Programm in ein vollständig interoperables System umgewandelt werden.

Herausforderungen von Webservices

Für die Umsetzung von Webservcies ist spezielles Know-how erforderlich, das oft nicht verfügbar ist. Programmiersprachen, mit denen man Webservices einbindet, benötigen entsprechende Bibliotheken.

Das Hauptproblem bei der Umsetzung von Webservices sind Sicherheitsaspekte. So ist beim Transport zu beachten, dass wichtige Webservices verschlüsselt werden oder eine Authentifizierung stattfinden kann. Ein Nachteil kann auch die Performance sein. Diese wird durch XML, Parsen und die Dateigröße negativ beeinflusst. Auch der Verwaltungsaufwand nimmt bei verteilten Systemen zu.

Diese Definition wurde zuletzt im Januar 2020 aktualisiert

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